ESMA Beschränkungen die verringerten CFD-Hebel in der Praxis

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Was die Beschränkungen des CFD-Hebels durch die ESMA in der Praxis bedeuten

Beides ist geschehen. Während Binäre Optionen nun von europäischen Brokern nicht mehr angeboten werden dürfen, wurden die CFD-Hebel für Privatanleger deutlich eingeschränkt. Die Hebel werden wie folgt eingeschränkt:

  • Forex-Major-Währungspaare: 1:30
  • Forex-Minor-Währungspaare, Index-CFDs (wie Dax) und Gold: 1:20
  • Rohstoff-CFDs: 1:10
  • CFDs auf Kryptowährungen: 1:2

Konsequenzen für den CFD-Handel

Die Beschränkung der CFD-Hebel für Privatanleger zielt vor allem auf die Hebel bestimmter Underlyings. Die Regulierung wirkt auf Broker und Trader gleichermaßen ärgerlich. Vor allem Letztere sind frustriert, weil ein großer Reiz des Derivatehandels – der hohe Hebel – praktisch verschwunden ist. Die ESMA-Intervention, die Trader vermeintlich schützen soll (wovor?), wirkt wie eine Kaputtregulierung des CFD-Handels. Die Anleger fühlen sich bevormundet, das ist ein wesentlicher Aspekt. Doch hinzu kommt die massive Ungleichbehandlung einzelner Produkte, die unverständlich wirkt und Rechtsanwälte dazu einladen wird, die Broker abzumahnen. Erste Broker-Reaktionen gab es allerdings auch schon. IG warnt seine Kunden vor einem Gewinneinbruch, der Broker LYNX hat den CFD-Handel eingestellt.

Was sollen die Produktinterventionen?

Im Grunde sind es Notmaßnahmen für einen Worst Case, also beispielsweise einen Crash mit massiver Slippage, der trotz Stopploss zu Totalverlusten führen kann. Darüber hinaus schätzen die ESMA-Verantwortlichen die privaten Trader nicht als mündig genug ein, um die Risiken im ganz normalen Alltagsgeschäft richtig einschätzen zu können. Man ermittelte von behördlicher Seite, wie viele private Tradingkonten überhaupt dauerhaft Gewinne verbuchen, stellte fest, dass diese Anteil deutlich unter 50 % lag und beschloss daher, zu intervenieren. Unter diesem Blickwinkel müsste das Glücksspiel verboten werden, ist es aber nicht: Der Staat verdient daran viel zu viele Steuern, und das schon seit Jahrhunderten und weltweit. Daher bleibt Glücksspiel erlaubt, Binäre Optionen aber werden verboten, CFDs eingeschränkt. Der Protest der Trader ließ nicht auf sich warten, denn diese fühlen sich mündig genug, um selbst über ihr Schicksal zu befinden. Dabei werden CFDs und Binäre Optionen durchaus differenziert betrachtet. Letztere waren zumindest für unbedarfte Anfänger tatsächlich eine Einladung zum Glücksspiel. Einige Broker haben den Zulauf mit unseriösen Gewinnversprechen gepusht – inklusive YouTube-Videos von vermeintlichen Gewinnern, die stolz ihren neuen, angeblich durch Binäre Optionen erworbenen Reichtum vorführten. Inwieweit hier tatsächlich Märchen erzählt wurden, lässt sich nicht nachprüfen. Solche Videos wirken auf einen besonnenen Menschen immer anrüchig, jedoch gibt es sie auch schon immer. In den 1990er Jahren warb “Wer wird Millionär” Moderator Günther Jauch in so einem Video für den Erfolg des Amway-Strukturvertriebes und stellte einige Amway-Millionäre vor. Das Video dürfte intern in Vertriebsgesellschaften immer noch kursieren, für die Öffentlichkeit war es nie bestimmt. Günther Jauch gab seinen damals schon guten Namen her, was bedeutet, dass halt auf diese Weise geworben wird und das noch längst nicht bedeutet, dass die Produkte oder Vertriebssysteme nichts taugen. Kurz und gut, es ließen sich wohl zu viele junge Menschen vom vermeintlich sehr schnellen Reichtum durch Binäre Optionen anlocken, zu viele von ihnen verloren zu schnell zu viel Geld, die ESMA verbot diese Produkte. Bei diesem Verbot stellen wir in der öffentlichen Diskussion nirgendwo die eigentlich interessierende Frage fest: Wie verdienten die Binärbroker eigentlich ihr Geld? Wo doch der Handel vollkommen kostenlos ablief? Verdienten sie etwa doch an den Verlusten der Trader? Beweisen lässt sich das wohl kaum, aber möglicherweise gab es bei der ESMA auch solche Überlegungen. Doch wenden wir uns den CFDs zu.

Abschaffung der Nachschusspflicht bei CFDs

Die Nachschusspflicht für CFDs wurde abgeschafft, was ein wirklich erfreulicher Aspekt ist. Zuvor hatte sie in Einzelfällen CFD-Trader in die Pleite getrieben. Allerdings waren auch (wenige) Broker von Pleiten betroffen, als Märkte crashten und weder Stopps noch Hedging zur Absicherung halfen. Schon durch die zunächst erfolgte Abschaffung der Nachschusspflicht hatten die meisten Broker ihre Hebel für Privattrader auf maximal 1:100 gesenkt. Vor wichtigen News oder auch vor Wochenenden, an denen wirtschaftsrelevante News zu erwarten sind (wie die gefürchteten Tweets von Donald Trump), erhöhen sie gern situativ die Margin. Grundsätzlich ist die abgeschaffte Nachschusspflicht zu begrüßen, und zwar nicht nur als Schutz für Trader, sondern auch, weil sie ein wichtiges Totschlagargument der Gegner von CFDs aus der Welt schafft: dass Trader mehr als ihre Einlage verlieren können. Das war zuvor für das Risikomanagement von Tradern und auch Brokern eine große Herausforderung gewesen. Dennoch blieben einige Anbieter bei Hebeln von bis zu 1:500 (stellenweise noch höher), was zwar manchen Tradern gefallen haben dürfte, jedoch die Risiken weiter aufrechterhielt. Die Branche erwartete daher schon länger eine Hebel-Obergrenze und begrüßte diese stellenweise, als sie dann durch die ESMA beschlossen wurde. Es stellt sich nur die Frage, inwieweit das den Wünschen ambitionierter Trader entgegenkommt, die gern mit wenig Kapital, aber hohem Hebel operieren wollen. Die kleineren Hebel verlangen zwangsläufig bei gleichen Gewinnerwartungen einen deutlich höheren Kapitaleinsatz. Das kann nicht im Sinne des Erfinders sein. Möglicherweise würgt die ESMA an dieser Stelle den privaten Handel ab.

Neue Stop-Out Regel

Viele Broker stoppten schon in der Vergangenheit Positionen automatisch bei einem bestimmten Verlust aus. Das dient dem Schutz der Konten, der Kunden und des Brokers. Diese bislang freiwilligen Regeln von einigen – nicht allen – Brokern hat die ESMA nun durch eine Vorschrift ersetzt, welche den Stop-Out bei 50 % zementiert. Zuvor konnten Broker nach Belieben so einen Stop-Out bei einer bestimmten Schwelle festlegen oder auch ganz darauf verzichten. Das bedeutet künftig, dass Trader nicht mehr als 50 % einer Position verlieren können, was weniger hilfreich ist, als es dem Laien erscheint. Ein Trader kann nämlich im Sinne eines globalen Risikomanagements für viele Positionen durchaus eine Einzelposition nötigenfalls aufgeben – wenn sie zum Beispiel durch eine gegenläufige Position gehedgt ist. Diese Regelung wirkt daher leider sehr starr.

Verbot monetärer Anreize

Dieses Verbot von Boni, Rabatten und Gewinnspielen hat eine ganz eigene Qualität. Es soll Anreize unterbinden, die Trader zum kopflosen Handeln verleiten könnten. Experten betrachten dieses Verbot mit gemischten Gefühlen. Einerseits verleiten gerade Boni auf die Erstkapitalisierung eines Kontos womöglich Anfänger dazu, eine Menge Kapital nur für den Bonus zu verspielen. Andererseits sind solche Boni in Online-Casinos, wo es um echtes Glücksspiel geht, absolut üblich und nach wie vor erlaubt. Die Boni für erfahrene Trader und die Ausschüttungen bei Gewinnspielen (Tradingwettbewerben) wurden vielleicht unnötigerweise verboten. Diese Gruppe von Tradern sollte wissen, was sie tut.

Risiko-Hinweis

Der künftig vorgeschriebene Risiko-Hinweis in jeder Kommunikation zwischen den Brokern und ihren Kunden wirkt ein wenig aufgesetzt, zumal Trader die Risiken in der Regel kennen. Neu ist nun, dass Broker in Prozent angeben müssen, wie vieler ihrer Kundenkonten in den letzten zwölf Monaten Verluste produziert haben. Hierfür gibt es eine streng standardisierte Berechnungsgrundlage. So lästig so ein Risiko-Hinweis sein mag, als so wertvoll könnte er sich in einigen Jahren erweisen, wenn sich jemand mal die Mühe macht, die publizierten Zahlen zu evaluieren und abzugleichen. Bislang kursieren zu den möglichen Gewinnen oder Verlusten von privaten Tradern nur Schätzungen, die schnell zu Gerüchten werden. So steht die Angabe im Raum, dass mindestens 90 % der privaten Trader überwiegend Geld verlieren. Einige nationale Aufsichtsbehörden haben sich schon die Mühe gemacht, die Gewinn- und Verluststände der privaten Tradingkonten zu ermitteln (so etwa die polnischen und die irischen Behörden), sie stellten einen prinzipiellen Verlustanteil bei den Konten zwischen 74 bis 89 % fest. Dabei wurde nicht ermittelt, wie hoch die Verluste pro Jahr ausfielen. Dem stehen Quartalsberichte von US-Forexbrokern gegenüber, die ihren Kunden eine durchschnittliche Gewinnquote von 32,5 % bescheinigen. Eine Studie des CFin-Research Center for-Financial Services ermittelte für Deutschland eine Verlustquote bei 62,7 % der privaten Trader. Es dürfte daher in Zukunft spannend sein, wie viele Trader tatsächlich Geld gewinnen oder verlieren. Auch die Höhe der Gewinne und Verluste ist interessant. Die neue Vorschrift könnte auf jeden Fall zur Aufklärung beitragen.

Mit welchen kreativen Lösungen könnten Broker auf die neuen ESMA-Vorschriften reagieren?

Die Broker machen sich natürlich darüber Gedanken, wie sie mit den neuen Vorschriften im Interesse ihrer Kunden und im nackten Eigeninteresse umgehen können. Folgende Maßnahmen stehen dabei als Überlegung im Raum oder werden schon vereinzelt durchgeführt:

  • Broker gewähren ihren Kunden einen Kreditrahmen. Das schafft die Möglichkeit, auch mit einer sehr geringen Einlage gehebelt zu handeln.
  • Einstufung von Kunden als professionelle Händler: Einige Broker wie CMC, IG und weitere bieten ihren privaten Tradern an, sich als professionelle Händler einstufen zu lassen. Damit gibt es keine Hebelbeschränkungen mehr für das Tradingkonto, jedoch gilt auch wieder die Nachschusspflicht.
  • Handel über Offshore-Niederlassungen: In Zeiten des Internets können Broker eine Offshore-Dependance einrichten und von dort aus auch EU-Trader bedienen. Möglicherweise muss es nicht einmal eine exotische Karibik-Insel sein, wenn nach dem Brexit die britischen Broker nicht mehr an die ESMA-Regeln gebunden sind. Dort wäre dann möglicherweise wieder der CFD-Handel wie eh und je möglich.

Wie sollen Trader reagieren?

Trader können, wenn sie rechtskonform handeln, überall ein Konto eröffnen. Sie müssen nur beachten, dass ausländische Broker nicht die Steuern auf Tradinggewinne automatisch als Quellensteuer an den deutschen Fiskus abführen. Der Trader ist für diese Steuern selbst verantwortlich. Umgehen kann er sie nicht: Das wäre 1. ohnehin strafbar, es würde 2. auch mit Sicherheit auffliegen, weil jeder Broker vom Kunden irgendein Referenzkonto verlangt. Dieses dürfte so gut wie immer ein deutsches Girokonto sein, das der deutsche Fiskus kontrollieren kann. Der CFD-Handel ist aber bei Nicht-EU-Brokern ganz sicher wie gehabt möglich. Allerdings haben manche Trader Bedenken, ihr Geld auf ein ausländisches, nicht der EU-Gerichtsbarkeit unterliegendes Konto zu überweisen. Diese Bedenken sind nicht ganz unberechtigt, denn der Schutz für Anleger durch die MiFID-Regeln in Europa ist tatsächlich nicht zu unterschätzen.

Umgehen der ESMA Regeln – CFD, Hebel und Margin

Umgehen der ESMA Regeln

Die Regulierung von Brokerkonten seitens der ESMA war sicherlich ein Schock für die ganze Finanzszene. Sie erging an alle aktiven Trader der Instrumente CFDs zum Jahresstart und hatte zur Folge, dass man hier eine aktive Entscheidung treffen musste. Welche Folgen das letztlich haben wird und wie man die ESMA Regeln umgehen kann, wird hier anhand der konkreten Prozesse aufgezeigt.

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Aufforderung der ESMA

Von seitens der Broker erging an alle Kundenaccounts folgender Vorschlag, den ich hier stellvertretend noch einmal abbilden möchte.

Die ESMA hat eine Reihe von Vorschlägen vorgelegt – die sich auf Privatkunden beziehen – um zu versuchen, die Verhaltensstandards in der gesamten Branche zu erhöhen. Wir unterstützen diese Änderungen weitgehend, sind jedoch der Ansicht, dass die Beschränkungen der Hebelwirkung unverhältnismäßig und zu restriktiv sind. Die vorgeschlagenen Hebelbeschränkungen der ESMA lauten:
30:1 Hebel für Hauptwährungspaare = 3,33% Margin
20:1 Hebel für die wichtigsten Indizes = 5% Margin
10:1 Hebel für Rohstoffe (Gold nicht eingeschlossen) = 10% Margin
5:1 Hebel für Aktien = 20% Margin

Doch vor allem dieser Eingriff in die Hebel, und damit einhergehend der mögliche Gewinn und Verlust, ist für viele Trader ein nur schwer zu akzeptierender Umstand. Denn dabei werden Anleger gänzlich anders behandelt als Trader. Gibt es dennoch Auswege für Trader?

Die eine Möglichkeit ist es, einen Broker zu wählen, der nicht der ESMA-Regelung unterliegt. Doch ergeben sich daraus wieder neue Risiken und vor allem geht dann die vielgelobte Transparenz verloren.

Aus diesem Grund stellen wir Ihnen nun den wohl sinnvollsten Weg vor, die neuen Regeln der ESMA zu umgehen. Diese haben mit der Klassifizierung der Trader selbst zu tun. Denn nur „Privatkunden“ unterliegen der ESMA-Regelung. Um den Privatkundenstatus im Sinne eines Tradings mit weiterhin selbstbestimmtem abzugeben, sollten Sie folgende Schritte erwägen.

Fragen an Trader

Ausfüllen müssen Sie dabei folgendes Formular, welches Ihnen Ihr Broker sicherlich zugesendet hat. Dabei ist für den Wechsel des Status erforderlich, zwei Kriterien zu erfüllen. Aus meinem Umfeld weiß ich, dass zumindest der Punkt 1 kein Problem darstellt. Man sollte sich (hart formuliert) auch nicht Trader nennen, wenn man dies nicht erfüllt.

Beim Punkt 3 könnten sicher auch einige mit ruhigem Gewissen ein Häkchen setzen, da schon der selbständige Bereich des Traders oder eine redaktionelle Tätigkeit im Finanzumfeld dafür ausreichend scheint. Allein auf der Invest 2020 (dazu ein kleiner Artikel) traf ich eine Menge Blogger, welche über ihr Trading berichten.

Einzig Punkt 2 ist eine „Gewissensfrage„. Was genau zählt hierzu? Firmenbeteiligungen können ebenso Teil eines Investment-Portfolios sein, wie eine eigene genutzte Immobilie. So zumindest könnte man es auslegen und damit auch diesen Punkt bejahen, sollte Punkt 3 doch nicht für Sie nicht in Frage kommen. Denn aufgrund der Schnelligkeit einer Antwort fragt man sich, wo und ob überhaupt eine Prüfung seitens der Broker bzw. der ESMA (welche diese Regeln auferlegte) erfolgen kann.

Genauso sah die Abfrage beim Broker IGmarkets jedenfalls vor einigen Woche in meinem Postfach aus. Andere CFD-Broker hatten nur ein anderes „Design“, aber inhaltlich natürlich die gleichen Abfragen an uns Trader:

Grundaufbau der ESMA-Fragen

Nach dieser Auswahl kommen noch vertiefende Fragen. Dazu Punkt 1:

Vertiefende ESMA-Frage zum Handelsvolumen

Und der angesprochene Punkt 3, welcher auf Ihre Erfahrungen im „Business“ abzielt. Sie können gerne testen, wie hier auch als Arbeitgeber das Donald Duck Heft durchgeht…

Erfahrungen als Trader: ESMA-Regulierung

Auswirkungen auf das Trading

Sollte man den Privatkundenstatus behalten wollen bzw. nicht auf die Fragen reagieren, ergeben sich diese Anforderungen für Ihr zukünftiges Trading:

ESMA Vorschläge führen zu erhöhten Marginanforderungen
Markt Größe Aktuelle Margin Vorgeschlagene Margin (ESMA)
EUR/USD 1 Standard-Kontrakt 611 $ 4.073 $
Deutschland 30 1 Standard-Kontrakt 1.650 € 16.500 €
Öl – Brent Rohöl 1 Standard-Kontrakt 1.035 $ 6.900 $
Apple 1000 Aktien 8.950 $ 35.800 $

Doch sollten Sie stattdessen als professioneller Kunde klassifiziert werden, betrifft Sie dies nicht. Aber Sie verlieren einige der Schutzmechanismen, welche für private „Trader“ gelten. Auf diese wird natürlich auch aufmerksam gemacht, wie hier auszugsweise zu sehen ist:

Warnhinweise bei den ESMA-Regeln

Dieser Umstand sollte immer bedacht werden, bevor man den hier aufgezeigten Weg geht und weiterhin mit hoher Margin, aber selbstbestimmt handeln möchte. Bereits vor wenigen Wochen hatte dazu Michael Hinterleitner einen langen Artikel verfasst und seinen Unmut geäußert:

Denn letztlich ist dieser Schritt auch für die Broker ein Problem. LYNX beendet wohl den CFD-Handel und IG Markets warnt seine Anleger vor schlechten Umsatzzahlen. Profitieren werden wohl in erster Linie die Zertifikate-Anbieter. Dies als Randnotiz.

Die neue Klassifizierung als professioneller Kunde

Hat man das aufgezeigte Prozedere durchlaufen, erfolgt die Prüfung seitens des Brokers binnen weniger Tage. Das Feedback kommt umgehend in Form einer grünen Mail:

ESMA ausgefüllt: Prüfung

Wie schon angedeutet, erschließt sich mir nicht, wie man diese Angaben prüfen sollte. Hierbei möchte ich keiner Institution etwas unterstellen, doch gefühlt glaube ich kaum, dass hier auch wirklich alle Arbeitgeber geprüft wurden können. In meinem Falle und von einigen befreundeten Bloggern ausgehend, kam auch keine Mail oder zumindest ein Anruf bei der info-Mailadresse zwecks Nachfrageersuchen. Ebenso ist es in meinen Augen fast unmöglich, ein Investment-Portfolio mit der entsprechenden Höhe einer Privatperson zu überprüfen. Es muss also ein hohes Maß an Vertrauen gegenüber dem Kunden bzw. dessen Eigenverantwortung erfolgen. Wer nicht geschützt werden will, der kann dies also umgehen.

Schon wenige Tage nach der abgesendeten Formulare kann die Genehmigung als einfache Mail zugestellt werden. Damit ist das Thema ESMA Regulierung quasi umgangen, da weiterhin die Marginsätze wie zuvor Gültigkeit besitzen. Meine Mail lautete so:

ESMA Regulierung erfolgt

Damit war der Fall erledigt. Auf Ihre Entscheidung möchte ich hier keinen Einfluß nehmen, sondern nur den Prozess und meine Gedanken hinter den Auswahlmöglichkeiten darstellen. Festlegen muss sich jeder selbst, wie er in der Datenbank des Brokers und letztlich auch bei der ESMA eingeordnet sein möchte. Wer hier bereits eine Erklärung abgegeben hat, kann diese sicher noch revidieren, ähnlich der Risikoklassifizierung bei einem depotführenden Bank.

Wie auch immer Ihr Umgang mit den ESMA Regeln sein wird, halten Sie sich auf jeden Fall beim Trading mit CFDs und einem Hebel an ein (wie auch immer ausgearbeitetes) Risikomanagement und schützen Sie so Ihr Kapital!

In diesem Sinne wünsche ich viel Erfolg – Ihr Andreas Mueller (Bernecker1977)

Führender Broker verliert 20% Umsatz durch CFD-Beschränkungen – Aktie verliert deutlich

4. Dezember 2020 16:13

Dass die CFD-Beschränkungen der EU-Behörde “ESMA” die CFD- und Forex-Broker treffen würde, war klar. Jetzt haben wir ganz aktuell einen ersten Anhaltspunkt über das Ausmaß der Einbrüche. Der britische Marktführer IG Group (IG Markets) gibt aktuell bekannt, dass man im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres 2020, das Ende November 2020 endete, 6% weniger Umsatz hatte als im Vorjahreszeitraum.

Die ESMA-Restriktionen für den CFD-Handel galten aber erst in den letzten vier Monaten. Und da hat IG insgesamt 10% an Umsatz (Kommissionen etc) eingebüßt. Und beschränkt man den Umsatz von IG nur auf das Einflussgebiet der EU-Behörden, wo die Restriktionen gelten, dann hat IG 20% an Umsatz eingebüßt. Das ist schon mal eine klare Hausnummer! Noch ist das eine Vorabschätzung von IG, aber die Zahlen werden wohl hinkommen.

Interessant: In Regionen außerhalb der EU-Regulierung ist der Umsatz in den letzten vier Monaten um 9% gestiegen. Also kann man den Rückgang in Europa doch ganz eindeutig der Verschärfung der CFD-Regulierung zuordnen. Hochinteressant sind auch folgende Aussagen von IG. 1200 Kunden, die bislang über IG in Großbritannien (also unter EU-Regulierung) handelten, haben ihr Konto gekündigt, und ein neues Konto bei einer IG-Tochter außerhalb der EU aufgemacht. So unterliegen diese Kunden nicht mehr der EU-Regulierung, wenn diese IG-Töchter eigenständig agieren. Auch erwähnt IG, dass die Zahl der Kunden, die sich von Privatkunden haben umklassifizieren lassen hin zu Profi-Kunden, deutlich zugenommen habe.

Denn wer offiziell Profi-Kunde ist, unterliegt nicht den CFD-Beschränkungen der ESMA. 70% der Umsätze von IG in den letzten vier Monaten sei bereits durch “Profi-Kunden” generiert worden, so IG. Unsere Warnung an die Broker soll lauten: Vorsicht! Nicht, dass die EU-Regulierer irgendwann zu angesäuert sind, dass auf einmal zu viele ehemalige Privatkunden auf einmal alle als Profi-Kunden durch die Märkte handeln! Dann könnte die ESMA auf die Idee kommen diese Praxis der Umklassifizierung zu hinterfragen, und dann gäbe es erneut Probleme für die Broker!

Die Aktie von IG verliert heute 11,6% an Wert. Im Chart seit März sieht man ganz rechts im Kreis den heutigen Absturz. Das sind keine rosigen Zeiten für die Aktien von CFD- und Forex-Brokern!

Aktien der Deutschen Familienversicherung an der Börse – kaufen Sie diesen Optimismus?

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Das KGV: Ist die Kennzahl Fluch oder Segen bei der Aktienbewertung!?

11. April 2020 10:28

Das KGV ist als Kennzahl in Zeiten der (Corona-)Krise für viele Investoren eine Hilfe, um „günstig“ Aktien zu kaufen. Auch wenn es zurzeit schwierig ist fundamental vorzugehen. Keiner weiß so richtig, wie stark die Auswirkungen der Krise auf die jeweiligen Unternehmen sein werden und wie die aktuellen Gewinneinschätzungen sind. Trotzdem können auch jetzt Kennzahlen wie das KGV dabei helfen, eine Investitionsentscheidung zu treffen.

Definition des Kurs-Gewinn-Verhältnis

Jedem Investor ist das KGV ein Begriff und auch viele Laien haben schon von ihm gehört. Das KGV zählt zu den wichtigsten Kennzahlen bei der Unternehmens- bzw. Aktienbewertung. Es stellt die Relation zwischen dem aktuellen Kurs der Aktie und dem Jahresgewinn pro Aktie dar. Berechnet wird es, indem man den aktuellen Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie dividiert. Das Ergebnis zeigt an, mit welchem Vielfachen des Jahresgewinns ein Unternehmen bewertet wird. Aus einer anderen Sichtweise zeigt es, wie viele Jahre es dauern würde, bis ein Unternehmen den Börsenwert seiner Aktien als Gewinn erzielt hat.

Das KGV kann auch trügerisch sein

Die Börsenweisheit, dass „an der Börse die Zukunft gehandelt wird“, haben die meisten von Ihnen sicher schon mal gehört. Das gleiche gilt auch bei der Berechnung des KGV. Um das zukünftige KGV zu berechnen, werden Gewinnschätzungen der kommenden Jahre als Berechnungsgrundlage herangezogen. Um dabei realistische Ergebnisse zu erhalten, kommt es auf die Aktualität der Gewinneinschätzung an. Diese könnte aber zu optimistisch, zu pessimistisch oder im schlimmsten Fall völlig danebenliegen, dass würde das Ergebnis unbrauchbar machen. Bei den sogenannten Blue Chips ist die Gewinnprognose meist genauer als bei Nebenwerten, hier ist ein wenig Vorsicht angebracht.

Zeigt das KGV an wie „billig“ ein Unternehmen ist?

Diese Frage kann man mit “Jein” beantworten. Grundsätzlich gilt, dass ein niedriges KGV auf eine faire Bewertung schließen lässt. Gerade wenn es darum geht zwei ähnliche Unternehmen aus derselben Branche zu bewerten, dann stellt es einen guten Vergleichswert dar. Aber es gibt keine Grundregel, ab welchem KGV ein Unternehmen als fair bewertet gilt. Vergleicht man Äpfel mit Birnen, also z.B. ein Industrieunternehmen mit einem Technologieunternehmen, dann ist das KGV nicht aussagekräftig. Aktien mit einem hohen zweistelligen KGV müssen nicht als teuer gelten, wenn es sich um ein Unternehmen mit hohen jährlichen Wachstumsraten handelt. Auf der anderen Seite muss eine Aktie mit einem geringen einstelligen Wert nicht als günstig gelten, es kann sogar ein Warnzeichen sein. Der Verlockung eines sehr niedrigen KGVs sind schon zahlreiche Anleger zum Opfer gefallen. Eine optimale Aktienbewertung sollte immer mehrere Kennzahlen beinhalten. Das KGV gilt aber durchaus als ein guter Richtwert bei der Bewertung.

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Warum der deutsche Staat Lufthansa mit allen Mitteln retten wird

9. April 2020 18:04

Der deutsche Staat wird die Lufthansa retten, komme was da wolle. Davon bin ich überzeugt. Warum? Da wäre zunächst ein Grund, der nie ausgesprochen wird, der aber immer im Raum über uns allen schwebt. Wie auch Frankreich, Großbritannien oder Italien gehört eine große weltweit fliegende Airline zur Staatsraison einer großen Industrienation in Europa. So auch für Deutschland. Was die Lufthansa für uns ist, das ist zum Beispiel für die Italiener die Alitalia. Und die Alitalia wird gerade komplett verstaatlicht. Sie war schon vor der Krise völlig kaputt, pleite, und wurde seit Jahren mit staatlichen Notkrediten am Leben gehalten. Jetzt wird sie eine Staats-Airline, und wird nun dauerhaft auf Steuerzahlerkosten durchgefüttert werden. Aber Hauptsache eine “eigene” Airline fliegt raus in die Welt.

Ja, systemrelevant ist es schon, dass es eine Airline gibt, die von Deutschland aus geführt wird, die auch deutsche Drehkreuze betreibt wie München und Frankfurt. Von daher ist die Lufthansa natürlich ein sehr wichtiges Unternehmen für eine Industrienation wie Deutschland, wo man zuverlässig und ohne fünf Mal Umsteigen über Amsterdam oder Kopenhagen an sein Ziel in Asien oder Südamerika kommen kann.

Außer der Lufthansa wird nichts übrig bleiben

Aber jenseits der Staatsraison muss man einfach sagen: Um die Lufthansa herum wird vom deutschen Airline-Markt wohl nichts übrig bleiben. Die schlecht gemanagte Air Berlin schied vor drei Jahren per Insolvenz aus dem Markt aus. Die Lufthansa und andere Airlines filetierten einige Reste aus Air Berlin heraus, und das war es dann mit der Airline. Dann war da noch Condor. Die Airline geriet in Schieflage nach der Thomas Cook-Pleite. Eine eigentlich solide Airline. Dann kam die polnische Staatsairline LOT, und schlug zu. Die Condor geriet in starke Hände, die mit Condor Expansionspläne vorantreiben wollten. Aber nun ändert diese Krise alles. Laut aero.de scheint LOT die Übernahme von Condor nun abzublasen, weil man selbst im Zuge der Coronakrise taumelt. Bis zum 15. April muss Condor ein Massedarlehen über 380 Millionen Euro an den Bund zurückzahlen – illusorisch! Wahrscheinlich gibt es eine Umschuldung oder Aufstockung mit KfW-Krediten? Aber ob die Condor die Krise wirklich überlebt, ist mehr als fraglich.

Und damit kommen wir wieder zur Lufthansa. Die gab gestern bekannt, dass die Tochtergesellschaft Germanwings den Flugbetrieb ganz beendet – also dauerhaft! Alle daraus resultierenden Optionen sollen mit den Sozialpartnern besprochen werden, so die Lufthansa. Es ist also im Augenblick ein massiver Schrumpfungsprozess in Gange. Natürlich betrifft dieser Prozess auch alle ausländischen Airlines, egal ob privat oder staatlich. Es könnte sein, dass am deutschen Airline-Markt nur noch die Lufthansa übrig bleiben wird. Und jede Wette, die deutsche Politik will wohl nicht auch noch die Pleite der letzten deutschen Airline-Marke riskieren, die dazu auch noch die beiden großen Drehkreuze hierzulande betreibt, und daher Direktflüge ab Deutschland überall hinaus in die Welt gewährleistet. Über die vielen Arbeitsplätze brauchen wir gar nicht sprechen – sie sind natürlich auch ein wichtiger Faktor.

Staatsfonds rettet Lufthansa?

Wie kann man die Lufthansa retten? Natürlich könnte man wie nun viele andere Unternehmen auch die sehr günstigen KfW-Kredite in Anspruch nehmen. Die würde das Unternehmen wohl auch problemlos bekommen. Aber es ist wie es ist – es wären neue Schulden, welche die Lufthansa nach der Krise abbezahlen müsste. Sie würden die Bücher belasten. Aber halt. Olaf Scholz hat ja (für solche Fälle ideal geeignet?) am 23. März einen deutschen Staatsfonds gegründet, der sich vorübergehend an sehr großen deutschen Unternehmen beteiligen kann. Wenn nötig, wird er wohl vor allem große Dax-Konzerne versorgen? Nicht per Kredit, sondern durch den Kauf von Aktien der Unternehmen. Dieser Staatsfonds (offiziell “Wirt­schafts­sta­bi­li­sie­rungs­fonds”) hat ein Volumen von 100 Milliarden Euro für Beteiligungen, und ein Volumen von 400 Milliarden Euro für Garantien. Es würde also Steuerzahlergeld in das Eigenkapital der Lufthansa fließen – wenn es denn so kommen sollte. Man bedenke beispielsweise: Der Staat ist mehr als zehn Jahre nach Ende der Finanzkrise immer noch bei der Commerzbank engagiert.

Tja, wird es eine Teil-Verstaatlichung der Lufthansa geben? Das ist durchaus möglich, wenn nicht gar sehr wahrscheinlich. Die Airline würde neue Aktien ausgeben, welche der Staatsfonds kaufen würde. Die Anteile der Alt-Aktionäre würden verwässert. Aber immer noch besser als eine Pleite der Lufthansa? Schon seit Tagen gibt es Berichte, dass über eine Staatsbeteiligung an der Lufthansa verhandelt werde. Aber aktuell scheint sich Lufthansa-Chef Carsten Spohr offenbar zu sträuben. Klar, wer hat schon Lust sich den Staat ins Boot zu holen? Aber wird Spohr bald kaum noch etwas anderes übrig bleiben? Oder wählt er doch eher die Karte der KfW-Kredite, um durch die Coronakrise zu kommen? Wie auch immer. Der Bund wird wohl alles tun, damit die Lufthansa auch nach der Krise weiter existiert – denn mindestens eine Airline mit weltweiten Flügen und deutschen Drehkreuzen will und muss man haben.

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