CFD-Handel mit Nachschusspflicht- Binäre Optionen 2020

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Contents

CFD Nachschusspflicht am Beispiel erklärt: Was sollten Trader 2020 beachten?

Der Handel mit Differenzkontrakten bietet beträchtliche Chancen, birgt aber auch große Risiken, die über den Totalverlust des eingesetzten Kapitals weit hinausgehen können. Zu den Horrorszenarien für Trader gehören im Handel mit CFD Nachschusspflicht und Margin Call. Nachfolgend soll an einem Fallbeispiel erklärt werden, um was es sich bei der CFD Nachschusspflicht handelt. Außerdem soll es darum gehen, wie sich etwaige Risiken im CFD-Handel eingrenzen lassen.

Hinweis: Die BaFin hat eine Verfügung erlassen, wonach es Brokern verboten ist, deutschen Tradern eine CFD Konto mit Nachschusspflicht anzubieten. Das heißt, dass Händler mit Wohnsitz in Deutschland keine CFD Nachschusspflicht mehr leisten müssen. Das heißt aber auch, dass der Broker im Zweifelsfalls auf das Konto direkten Einfluss nimmt, in dem er offene Positionen zwangsweise schließt. Im Folgenden erklären wir jedoch was ein Margin Call bzw. eine Nachschusspflicht ist und gehen auch auf die Funktionsweise von CFDs ein. Institutionelle Anleger dürfen weiterhin CFDs mit Nachschusspflicht handeln.

  • Bei dem Handel mit CFDs muss den Marginanforderungen des Brokers entsprechend eine Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegt werden.
  • Durch die Hebelwirkung können hohe Renditen, aber auch hohe Verluste erzielt werden.
  • Verluste können auch über den Einsatz hinausgehen und hohe Forderungen des Brokers generieren.
  • Mit dem konsequenten Setzen von Stops können sich Verluste begrenzen lassen.
  • Mit Demokonten lassen sich Handelsstrategien und Risikomanagement-Tools testen.

Ein Beispiel: Ein Investor eröffnet eine Longposition in der XY-Aktie, die zu diesem Zeitpunkt bei 100,00 Euro notiert. Er erwirbt 100 Kontrakte, so dass der Gesamtwert der Position 10.000 Euro beträgt. Die Initial Margin des Brokers beträgt 10%, so dass der Investor 1.000 Euro als Sicherheitsleistung vorhalten muss, die als in offenen Geschäften gebundene Margin auf dem Handelskonto gesperrt wird (Spreads, Kommissionen und Finanzierungskosten werden an dieser Stelle aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht berücksichtigt). Welche Höhe an Sicherheitsleistung bei comdirect bei einer Positionsgröße von 10.000 Euro zu zahlen ist, zeigt nachfolgende Abbildung:

Longposition und eingesetzte Margin.(Quelle: https://www.comdirect.de/cms/cfd/grundlagen/kapitel-1.6.html)

Diese Inhalte werden im Folgenden näher betrachtet:

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Margin Call: Beispiel für CFD Nachschusspflicht

Der Kurs der XY-Aktie sinkt nach der Einbuchung der Position deutlich: Wenige Stunden nach der Eröffnung steht der Kurs bei 9,75 Euro und damit 2,5% niedriger. Gemäß den Bestimmungen des beispielhaften Brokers ist an diesem Punkt die Maintenance Margin erreicht: Das ist die Mindesthöhe der Sicherheitsleistung, die zur Aufrechterhaltung der Position auf dem Handelskonto vorgehalten werden muss. Sinkt der Kurs unter diese Schwelle und befindet sich kein zusätzliches freies Guthaben auf dem Handelskonto, kommt es zum „Margin Call“.

Der Broker fordert einen umgehend zu leistenden Nachschuss ein. Die Forderung ist exakt so hoch, dass das Niveau der Initial Margin zum aktuellen Kurs (97,5 Euro) wieder erreicht wird. Der Broker fordert in obigem Beispiel deshalb 250,00 Euro. Die Geschäftsbedingungen räumen dem Broker das Recht ein, die Position zu schließen oder in angemessenem Umfang zu reduzieren, wenn der Aufforderung zum Nachschuss nicht umgehend gefolgt wird.

Bei einem Margin Call handelt es sich um eine Nachschusspflicht des Händlers, die dieser leisten muss, sollte bei einem Kursverlust die hinterlegte Sicherheitsleistung nicht ausreichen. Erreicht der Kurs einen Punkt, an dem die entsprechende Position nicht mehr aufrechterhalten werden kann, da das vorhandene Kapital zur Deckung nicht mehr ausreicht, fordert der Broker den Händler durch den Margin Call auf, unmittelbar Kapital nachzuschießen. Geschieht dies nicht, wird die Position automatisch geschlossen.

Beispiel für CFD Nachschusspflicht mit negativem Kontosaldo – Opening Gaps beachten

Viele Broker definieren einen „Close-Out“-Level. Dabei handelt es sich um einen Prozentsatz der Initial Margin, bei dessen Erreichen offene Positionen automatisch geschlossen werden. Für diesen Vorgang wird ein Regelwerk festgelegt. Dieses kann etwa vorsehen, die offenen Positionen mit dem größten Margin-Anteil priorisiert zu schließen. Die CFD Nachschusspflicht wird von einigen Brokern rechtsverbindlich auf das im Haus verfügbare Guthaben begrenzt. Verluste über den Einsatz hinaus sind jedoch ebenfalls möglich.

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In der Praxis kommt es dazu vor allem in Verbindung mit Kurslücken (zum Beispiel Opening Gaps nach einem Wochenende). Verliert die XY-Aktie im obigen Beispiel zwischen Freitagabend und Montagmorgen 20% an Wert, beläuft sich der Verlust (der vor einer Mitteilung an den Trader automatisch realisiert werden kann) auf 2.000 Euro. Abzüglich der hinterlegten Nachschusspflicht in Höhe von 1.000 Euro sieht sich der Investor mit einer Forderung seines Brokers in Höhe von 1.000 Euro konfrontiert.

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Erreicht ein Kurs das sogenannte Close-Out-Level, werden Positionen automatisch geschlossen. Hierfür existiert je nach Anbieter ein entsprechendes Regelwerk. Auch begrenzen einige Broker die CFD Nachschusspflicht auf ein bestimmtes auf dem Konto befindliches Guthaben oder schließen eine Nachschusspflicht von vornherein aus. Allerdings können Verluste und damit Forderungen des Brokers auch über den Einsatz des Händlers hinausgehen.

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Wie man Risiken im CFD-Handel eingrenzen kann

Bei CFDs handelt es sich um Differenzkontrakte, die auf die Kursentwicklung eines zugrundeliegenden Basiswertes, wie Aktien, Rohstoffe, Devisen u.v.m. setzen. Außerbörslich gehandelt, zählen sie zu den Over-The-Counter-Finanzprodukten. Ferner können CFDs nur zu einem Bruchteil des entsprechenden Basiswertes erworben werden. Mit der Hinterlegung der Sicherheitsleistung – Margin, die nur wenige Prozent des Kaufpreises des Basiswertes beträgt, können höhere Handelsvolumen bewegt werden. Der Hebelwirkung macht diese Vorgehensweise möglich. Zwischen 0,5 und zehn Prozent liegen in der Regel die entsprechenden Marginanforderungen. Wie der CFD-Trading und der CFD-Hebel funktioniert, ist auf in unserem Ratgeber nachzulesen.
Spekulieren können Händler auf steigende oder fallende Kurse. Somit ist allein der Kurs entscheidend, ob ein Verlust oder ein Gewinn erzielt wird.

Trader müssen die Kurse also kontinuierlich im Blick haben und können z. B. ein Echtzeit-Finanzdiagramm nutzen.

Tritt das vorhergesagte Ereignis nicht ein, so wird die Position glatt gestellt und der Händler muss die Differenz zwischen Eröffnungs- und Schließungskurs an den Broker zahlen. Sofern die hinterlegte Margin und das Einlagekapital diese Differenz ausgleichen können, besteht auch nicht die Gefahr eines Margin Calls. Allerdings kann ein Verlust auch die gesamte hinterlegte Marginleistung sowie den Kapitalbestand auf dem Handelskonto betreffen. Auch Verluste, die darüber hinausgehen, sind möglich. Wie aber lassen sich derartige Risiken begrenzen?

Eine quasi überlebenswichtige Strategie im CFD-Handel ist es, konsequent das eigene Risiko zu managen. Bevor man in den risikoreichen CFD-Handel einsteigt, sollten sich Trader zuvor ein umfassendes Bild des Brokers machen und auch die Handelsplattform ausgiebig mit einem Demokonto testen.

Trainieren Sie den CFD-Handel in einem Demokonto (Quelle: https://trade.plus500.com/Trade)

Auch sollten in der Regel mit einem Demokonto die entsprechenden Risikomanagement-Tools, wie Stops ausprobierbar sein. Unerlässlich ist es, um Verlustrisiken zu minimieren, stetig Stop-Loss-Marken zu setzen. Mit einer solchen risikominimierenden Vorgehensweise legt der Trader eine Marke fest, bis zu dieser die entsprechende Position gehalten werden soll. Eine Verkaufsorder wird ausgelöst, sobald diese Marke erreicht wird. Dabei ist zu beachten, dass CFDs hier nicht zum definierten Stop verkauft werden, sondern zum billigsten Kurs.
Setzen Trader ein Stop-Loss-Limit wird eine Verkaufsorder aktiviert, wenn die Stop-Loss-Marke erreicht wird. Sobald der Kurs unter das gesetzte Limit fällt, findet ein Verkauf nicht statt, sondern nur dann, wenn das Limit erreicht wird.
Beim Setzen eines Trailing Stops erhöht sich stetig das Verkaufslimit, sofern ein Kursanstieg notiert. Sollte ein Kurs allerdings die definierte Marke unterschreiten, wird ein Verkauf ausgelöst. Das bedeutet, dass Kursgewinne gehalten und Verluste begrenzt werden.

Konfiguration von Verkaufslimits in einem Demokonto (Quelle)

Wichtig für einen Trader ist, sich immer über seine Chancen, aber auch über die entsprechenden Risiken bewusst zu sein. Beim CFD-Handel können mit einem geringen Kapitaleinsatz hohe Handelsvolumina bewegt werden, die mitunter sehr hohe Renditen versprechen. Entwickeln sich die Kurse aber entgegen der Annahme des Traders sind auch Verluste, die nicht mehr mit dem Kapitaleinsatz oder sogar dem verfügbaren Kapital auf dem Handelskonto zu decken sind, ebenfalls wahrscheinlich. Durch die konsequente Nutzung von Stop-Loss-Marken und durchdachten Handelsstrategien lassen sich Verlustrisiken selbst bestimmen. Unsere CFD-Tipps sind in unserem Ratgeber nachzulesen.

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Fazit: Keine CFD Nachschusspflicht in Deutschland mehr vorhanden, dennoch ist Risikomanagement unerlässlich

Zwar dürfen Broker hierzulande Privatanlegern keine CFDs mit Nachschusspflicht mehr anbieten. Das heißt jedoch nicht, dass der Handel bzw. das Trading dadurch an sich einfacher geworden ist. Bereits vor der Verfügung der BaFin haben viele Broker eine Nachschusspflicht praktisch so gut wie ausgeschlossen. Trader müssen dennoch nach wie vor darauf achten, ein sinnvolles Risiko- und Moneymanagement im Online Trading zu nutzen. Denn auch wenn Anleger bei CFDs keinen Margin Call mehr befürchten müssen, so ist doch ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich, aber mit Sicherheit nicht erstrebenswert.

Eine sinnvolle CFD Trading Strategie ist auch weiterhin wichtig. Wer an dieser Stelle seine Hausaufgaben macht, kommt sehr wahrscheinlich gar nicht erst dahin, dass der Broker Positionen zwangsweise liquidieren muss.

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Die Abschaffung der Nachschusspflicht führt dazu, dass Broker Positionen zwangsweise schließen können, wenn diese zu weit im Minus sind. Das war aber schon vorher der Fall. Das heißt aber auch, dass das Gap Risiko allein der Broker trägt. Das wiederum führt dazu, dass Spreads in hektischen Marktsituationen jetzt noch weiter ausgedehnt werden und der Handel zum Teil sogar eingestellt wird. Prominentes Beispiel in der Vergangenheit war die Abstimmung zum Brexit. Am Tag vor der Abstimmung ließen Broker gar keine offenen Positionen mehr zu. Das Risiko war unkalkulierbar. Auf der anderen Seite ist es auch eine gewisse Sicherheit für den Trader. Denn muss man denn gerade solche Märkte in Zeiten der Unsicherheit handeln?

Bafin: CFD-Handel ohne Nachschusspflicht!

Das ist ein Paukenschlag für den CFD-Handel am deutschen Markt. Die zuständige Behörde Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (= BaFin) teilte mit: Sowohl die Vermarktung, der Vertrieb und der Verkauf von CFDs sollen eingeschränkt werden. Und zwar heißt das konkret, dass Kontrakte mit Nachschusspflicht am deutschen Markt nicht mehr an Privatkunden angeboten werden müssen. So wie ich das verstehe, gilt dies ausschließlich für solche CFDs mit Nachschusspflicht. Und dann ist diese Entscheidung durchaus nachvollziehbar. Natürlich, CFDs sind transparente Instrumente und die Hebelwirkung lässt sich gewinnbringend nutzen.

Doch hier will die Bafin manche Kunden gewissermaßen vor sich selbst schützen – denn bekanntermaßen bewirkt die Nachschusspflicht, dass die Verluste über den Einsatz hinaus gehen können. Und nicht zu vergessen, selbst Profis könnten in diese unangenehme Lage geraten, wenn es beim Basiswert z.B. ein krasses „Gap“ = Kurssprung gibt. Unwahrscheinlich? Nun, dennoch schon da gewesen, ich erinnere an die Entwicklung beim Schweizer Franken. CFD-Handel ohne Nachschusspflicht – das ist das Thema dieses Beitrags. Zur Sache:

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CFD-Handel: Was hat die Bafin eigentlich beschlossen?

Das Verbot des zukünftigen CFD-Handels mit Nachschusspflicht für Privatanleger(innen) durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist von dieser im Rahmen einer sogenannten „Allgemeinverfügung“ erlassen worden. Die rechtliche Grundlage dafür ist laut Bafin § 4b WpHG erlassen. WpHG steht dabei für „Wertpapierhandelsgesetz“. Dieses wiederum ist in Deutschland dazu da, den Wertpapierhandel zu regulieren. Laut Wikipedia dient es der Kontrolle besonders von Anbietern, die – Zitat: „Wertpapiere handeln, sowie Finanztermingeschäften, und auch dem Schutz des Kunden.“ Und um Finanztermingeschäfte geht es hier ja.

Keine Nachschusspflicht mehr – zum Schutz der Privatanleger(innen), so Bafin

Nun soll laut der Exekutivdirektorin Roegele der CFD-Handel beschränkt werden in dem Sinne, dass CFDs mit Nachschusspflicht nicht mehr angeboten werden dürfen. Da gebe es ein unkalkulierbares Verlustrisiko. Dieses könne bekanntlich ein Vielfaches des eingesetzten Kapitals betragen und das „gesamte Vermögen“ eines Kunden umfassen. Oder auch mehr, wie wir bei der Franken-Freigabe gesehen haben! Die Bafin sagt, sie sei deshalb aus Verbraucherschutzgründen tätig geworden, zum Schutz der Privatanleger(innen).

Anbieter sollen drei Monate Zeit für die Umstellung haben

Und wie soll die Umstellung geschehen, was für Zeiträume haben die aktuellen Anbieter von CFD-Trading am deutschen Markt im Hinblick auf das Geschäft mit privaten Anlegerinnen und Anlegern? Die Bafin selbst äußert sich dazu wie folgt:

„Anbieter von CFDs mit Nachschusspflicht haben ab der Veröffentlichung der Allgemeinverfügung drei Monate Zeit, ihre Geschäftsmodelle anzupassen. Einige Anbieter haben bereits CFDs ohne Nachschusspflicht im Programm oder aufgrund der geplanten Allgemeinverfügung angekündigt, solche Angebote zu schaffen.“

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CFDs: Traden mit relativ geringem Kapitaleinsatz möglich

Für diejenigen, die sich mit dem CFD-Handel nicht auskennen bzw. die Risiken bisher ausgeblendet haben, noch einige Hintergrund-Informationen dazu. Beim CFD-Trading ist es so, dass die Trader bekanntlich nur einen relativ geringen Teil des Wertes des Basiswertes als Margin hinterlegen müssen. Auf diese Weise können Trader mit einem tatsächlichen Einsatz von einigen Tausend Euro schon Volumina im sechsstelligen Bereich handeln. Auf diese Weise wird die hohe Hebelwirkung erzielt, welche beim CFD-Trading möglich ist. Dies ist für das hohe Risiko und gleichzeitig die hohe Chance beim CFD-Trading verantwortlich. Eim „kaufen und liegen lassen“ ist da nicht angemessen – denn Trader sollten die Kurse kontinuierlich im Blick haben und im Idealfall Realtime agieren können. Das kann natürlich nicht jeder und möchte es vielleicht auch nicht, doch natürlich gibt es auch Orderaufträge wie Stopp-Orders etc. Doch darauf verlassen kann man sich nicht zwangsläufig, wie dieses Ereignis gezeigt hat:

CFD-Trading: Schicksalstag 15. Januar 2020

Die Risiken beim CFD-Handel sind nicht groß, mit Stopps lässt sich das im Griff halten? Wer so dachte, konnte am 15. Januar 2020 eine üble Überraschung erleben. An dem Tag gab die Schweizerische Nationalbank (SNB) – die Notenbank der Schweiz – völlig überraschend bekannt, dass sie den bis dahin gesetzten Mindestkurs des Schweizer Franken (CHF) zum Euro von 1,20 aufgeben würde. Die Folge nach dieser Ankündigung: Der CHF fiel sehr schnell unter die Marke von 1,20. Und genau in diesem Bereich hatten offensichtlich viele Trader, die sich beim Währungspaar EUR/CHF engagiert hatten, ihre Stopps platziert. Wahrscheinlich dachten sie sich damals, nun gut, wenn es in die falsche Richtung aus unserer Sicht läuft, dann wird die Position eben schnell geschlossen. Deshalb z.B. Stopp knapp unter der „runden Marke“ 1,20 (CHF pro EUR), und im Zweifel sind wir dann schnell raus und die Position wird schnell geschlossen. Doch an besagtem 15. Januar 2020 funktionierte das nicht so wie gedacht:

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Ausnahmesituation bei EUR/CHF am 15. Januar 2020

Denn teilweise gab es eine Zeitlang überhaupt keine Kursstellungen. Und bei EUR/CHF schossen die Spreads nach der Bekanntgabe der Schweizerischen Nationalbank (SNB(), den Mindestkurs des Franken aufzugeben, drastisch nach oben! Die Situation war da sehr hektisch und offensichtlich hatten diverse Broker Probleme bei der Kursstellung EUR/CHF. Es gab böse Überraschungen für viele Trader, die eigentlich einen Stopp im Bereich 1,20 gesetzt hatten. Denn ausgeführt wurde teilweise deutlich unter dem eigentlichen Stoppkurs! So gab es Ausführungskurse unter 1,00. Unter 1,00! Und das, wenn ein Stopp im Bereich 1,20 gesetzt war!

Nachschusspflicht mit harten Folgen auch für einige Broker

Es ist bekannt, was passiert, wenn im CFD-Handel die Sicherheitsleistung durch den Kurssprung vollständig aufgebraucht ist. Dann greift eben die Nachschusspflicht! Und Broker, die eine Nachschusspflicht beim CFD-Handel damals ausgeschlossen hatten, mussten die Verluste dann selber tragen. Einem Broker namens Alpari UK wurde das damals zum Verhängnis, er wurde zahlungsunfähig.

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3.800 Euro Einsatz und 280.000 Euro Nachschusspflicht?

Auch wer nicht betroffen war, konnte die damaligen Ereignisse bei Alpari als Warnsignal nehmen. So sollte man bei einem Broker darauf achten, dass die Kundengelder unbedingt von den Firmengeldern getrennt (separiert) sind. Denn sonst könnten die Kundengelder im Fall einer Insolvenz des Brokers möglicherweise in der Insolvenzmasse landen. Einen heftigen Fall schilderte ein Beitrag der „Wirtschaftswoche“. Dort wurde von einem 30jährigen berichtet, der mit einem Einsatz von rund 3.800 Euro via CFDs darauf gesetzt hatte, dass der Euro gegenüber dem Schweizer Franken steigt.

Wenn die Stoppkurse nicht zeitnah greifen

Alles schön abgesichert mittels Stoppkurs, theoretisch dadurch das eigene Risiko auf rund 1.200 Euro begrenzt. Also alles richtig gemacht? Wenn in der Nähe des Stoppkurses ausgeführt worden wäre, laut dem Artikel wurde aber erst zu rund 0,925 ausgeführt. Die krasse Folge war eine Forderung in Höhe von rund 280.000 Euro = Nachschusspflicht! Für den Trader war das eine Katastrophe, und ich kann nur hoffen, dass es da eine für den Trader tragbare Regelung gab. Aber offensichtlich war er auch nicht der Einzige – wirklich innerhalb von Sekunden konnten Trader am 15. Januar 2020 Tausende und Hunderttausende Euro verlieren. Da half dann auch kein auf dem Papier ausgereiftes Risikomanagement – denn wenn ein Stopp im Bereich 1,20 zu 0,925 ausgeführt wird, was will man dann machen? Da konnten Betroffene, deren Broker keine Nachschusspflicht beim CFD-Handel erhoben hat oder darauf verzichtete, glücklich sein.

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Dies kann als Hintergrund der Vorgehensweise der Bafin gesehen werden

Um genau solche Fälle wie den des Traders, der 3.800 Euro eingesetzt hatte und 280.000 Euro Nachschusspflicht erhielt, zu vermeiden, hat die Bafin nun offensichtlich gehandelt. Wie oben dargestellt, hat die Bafin den Anbietern des CFD-Handels vorgeschrieben, dass diese drei Monate Zeit haben („ab der Veröffentlichung der Allgemeinverfügung“ im Mai 2020), das Geschäftsmodell anzupassen. Bedeutet im Klartext: Wenn weiterhin der CFD-Handel für private Anlegerinnen und Anleger ermöglicht werden soll, dann kann dies nur ohne Nachschusspflicht geschehen. Neue Anbieter müssen sich demnach dann auch daran halten, wenn sie ein entsprechendes Angebot schaffen wollen.

Stellt das Chancengleichheit der Anbieter wieder her?

Diejenigen Anbieter des CFD-Handels, die bereits den CFD-Handel ohne Nachschusspflicht anbieten, dürfte das tendenziell freuen. Denn sie hatten ein Risiko zu tragen, das ihre Konkurrenten (die mit Nachschusspflicht für die Privatkunden) so nicht hatten. Das Beispiel des Brokers Alpari UK (siehe weiter oben) zeigt, dass Ereignisse wie das vom 15. Januar 2020 auch für einen Broker hohe Verluste bringen können. Natürlich möchte sich ein Broker dagegen absichern und es ist nachvollziehbar, dass das Risiko an die Kunden in Form der Nachschusspflicht weiter gereicht wurde. Dieser Weg ist nun aber aufgrund der Entscheidung der Bafin verbaut. Es ist deshalb spannend, abzuwarten, wie die Anbieter des CFD-Handels reagieren werden.

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Wie werden die Anbieter des CFD-Handels reagieren?

Die große Frage ist es deshalb, wie werden die Anbieter reagieren? Gut möglich, dass einige nun nach der neuen Vorgabe der Bafin den CFD-Handel nicht mehr für Privatanleger(innen) anbieten werden. Denn wenn sie die Risiken für sich selbst erhöhen müssen (keine Nachschusspflicht für die privaten Kunden), dann könnte das sein, dass sie im Zuge des Abwägens von Chancen und Risiken diesen Geschäftsbereich besser sein lassen. Es kann auch möglich sein, dass sich die Anbieter nun alternative Einnahmequellen erschließen möchten – indem zum Beispiel die Transaktionskosten für den CFD-Handel erhöht werden, um den gestiegenen Risiken für den Anbieter etwas höhere Einnahmen entgegen zu stellen.

Die nächsten Wochen könnten spannend werden wegen möglichen Anpassungen

Die nächste Frage wäre dann natürlich, wie die CFD-Trader reagieren. Wenn sich nur das Verbot der Nachschusspflicht durchsetzt, aber es sonst zu keinen anderen Änderungen kommen sollte, dann wäre das für private CFD-Trader durchaus eine feine Sache. Denn dann hätte sich das Risiko verringert – kein „Black Swan“ könnte mehr eine horrende Nachschusspflicht versursachen! -, und gleichzeitig wäre der CFD-Handel weiter möglich, zu ansonsten unveränderten Konditionen. Aber ob es wirklich so kommen wird, das wird die Reaktion der Anbieter auf die neuen Vorgaben der Bafin in den kommenden Wochen zeigen. Das könnte spannend werden für diejenigen, die im CFD-Handel aktiv sind.

Fazit: CFD-Handel demnächst ohne Nachschusspflicht

Natürlich kann man zu der Entscheidung der Bafin, CFD-Handel mit Nachschusspflicht für Privatanleger(innen) zu untersagen, geteilter Meinung sein. Ich persönlich finde das durchaus sinnvoll. Denn das Beispiel einer Trader, die im Zuge der Freigabe des Schweizer Frankens mit geringen Einsätzen auf einmal mit Nachschussforderungen konfrontiert wurden, die deren weitere Lebensplanung zerstörten, behagt mir gar nicht. Da doch lieber etwas höhere Spreads möglicherweise und dafür aber ist die Gefahr ausgeschlossen, dass es zu hohen Forderungen im Zuge der Nachschusspflicht für private Anleger(innen) kommt. Die Anbieter von CFDs haben laut Bafin drei Monate Zeit, das entsprechende Angebot anzupassen. Dann könnte es nochmal interessant werden, und zwar in welcher Form sich die jeweiligen Angeboten ändern (oder auch nicht). Könnte interessant sein, das im Blick zu behalten!

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Klarstellung

Betrachten Sie unsere Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben. Stand der Konditionen: Mai 2020

CFD Margin an einem Handel Beispiel erklärt

Der Einsatz großer Finanzhebel ist charakteristisch für den Handel mit Differenzkontrakten. Das Verständnis von Margin und Hebel und ihrer potenziellen Wirkung ist für langfristigen Erfolg unverzichtbar. Was man unter CFD Margin versteht und wie ein Margin-Call zu vermeiden ist, kann in diesem Ratgeber nachgelesen werden. Ferner informieren wir über weitere Kosten im CFD-Handel.

  • Bei CFDs handelt es sich um hebelbare Finanzprodukte.
  • Trader sind bei dem Handel mit Hebel verpflichtet, eine Sicherheitsleistung (Margin) zu hinterlegen.
  • Wie hoch der maximale Hebel ist, bestimmt sich aus den Marginanforderungen des jeweiligen Brokers.
  • Hebel können auch zu Verlusten führen, die auch über den Einsatz hinausgehen.
  • Ein Margin-Call erfolgt, wenn der Kapitalbestand die Verluste nicht deckt.
  • Margin-Calls sind mit der richtigen Risikomanagement-Strategie zu vermeiden.
  • Neben Margin-Calls können noch weitere Kosten entstehen.

Die maximale Größe des Finanzhebels ergibt sich aus den Marginanforderungen des Brokers: Der Leverage-Faktor ist gleich dem Kehrwert der CFD Margin. Wie man CFDs handelt, ist in unserem Ratgeber „Was ist CFD-Trading“ nachzulesen.

Die Marginsätze des CFD-Tradings Beträgt der Marginsatz 10% (=0,10), entspricht das einem Leverage-Faktor von 10:1. Bei dieser Marginanforderung handelt es sich um die Initial Margin. Diese ist erforderlich, um eine Position zu eröffnen.

Durch das Margin-Prinzip müssen Investoren nur einen Bruchteil der mit einer Position im Markt bewegten Werte als Eigenkapital vorhalten. Die Hebelwirkung ermöglicht dadurch überproportionale Gewinne, was nachfolgend an einem Beispiel für CFD Margin erläutert werden soll.

Diese Inhalte werden im Folgenden näher betrachtet:

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Handel Beispiel für CFD Margin

Ein Investor eröffnet eine Longposition in einem CFD auf die Aktie der XY-AG (XY-Aktie). Gehandelt werden 100 Kontrakte zum Kurswert von je 100,00 Euro (aus Vereinfachungsgründen soll hier kein Spread anfallen; aus demselben Grund wird an dieser Stelle auf die Berücksichtigung von Kommissionen und Finanzierungskosten verzichtet). Die Marginanforderung des Brokers beträgt 10%. Dementsprechend wird eine Position im Gegenwert von 10.000 Euro mit 1.000 Euro Margin eröffnet.

Der Kurs der XY-Aktie steigt in den folgenden Handelstagen um 10% auf 110,00 Euro. Der Investor entschließt sich zur Schließung der Position und stellt alle 100 Kontrakte glatt. Der Erlös beläuft sich auf 11.000 Euro, der Profit auf 1.000 Euro. Damit entspricht der Profit im Verhältnis zum Einsatz (Margin) 100% statt 10% in der Gesamtposition: Diese überproportionale Partizipation an der Kursdifferenz ist dem Hebeleffekt geschuldet.

Der Hebel- oder auch Leverage-Effekt wirkt trivialerweise in beide Richtungen und birgt deshalb äquivalente Verlustrisiken. Fällt der Kurs der XY-Aktie im obigen Fallbeispiel um 10%, führt das zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Trader können Verluste erleiden, die über den Einsatz hinausgehen – einzelne, aber längst nicht alle Broker schließen dies aus. Deckt der vorhandene Kapitalbestand die Verluste nicht, kommt es zu einem Margin-Call. Dieser verpflichtet den Händler, Kapital nachzuschießen, um die drohenden Verluste aufzufangen. Kommt der Trader dieser Nachschusspflicht nicht nach, wird die Position zwangsweise geschlossen, was den Trader nicht von seiner Verpflichtung, Kapital nachzuschießen befreit. Beispiele zur Nachschusspflicht stellen wir in unserem Ratgeber CFD-Nachschusspflicht zur Verfügung.

Wenngleich das CFD Trading mit einem hohen Risiko verbunden ist, lassen sich mitunter hohe Gewinne erzielen. Hierfür müssen Trader die Kurse jedoch kontinuierlich im Blick haben und können z. B. ein Echtzeit-Finanzdiagramm nutzen.

Hebel können mit einem geringen Kapitaleinsatz Gewinne maßgeblich erhöhen oder Verluste bis zum Totalverlust verursachen. Entwickelt sich der Kurs des Basiswertes wie vorhergesagt, ist ein Gewinn entsprechend des eingesetzten Hebels mitunter um ein Vielfaches erzielt worden. Bei einer entgegengesetzten Kursentwicklung können erhebliche Verluste entstehen, die über das investierte Kapital hinausgehen. Totalverluste oder Nachschusspflichten sind die Folge.

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Wie ein Margin Call zu vermeiden ist

Um einen Margin Call bzw. hohe Verluste zu vermeiden, stehen dem Trader verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Das Zauberwort heißt hier Risikomanagement. Viele Broker stellen hierfür ihren Tradern verschiedene Tools an die Seite. Ob und wie der Händler diese Tools einsetzt, muss er selbst entscheiden. Sofern er die Möglichkeiten, das Risiko zu minimieren, erst einmal ausprobieren möchte, kann er auf die eventuell vorhandene Möglichkeit eines Demokontos zurückgreifen. Mit einem solchen Testkonto, das bei einigen Brokern unbegrenzt zur Verfügung steht, können nicht nur Handelsstrategien, sondern auch risikominimierende Optionen getestet werden. Welche Möglichkeiten der Risikobegrenzung angeboten werden, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.

Wichtig, um das Risiko eines Verlustes zu minimieren, ist das konsequente Setzen von Stop Loss Marken. Mit dem Stop Loss wird eine Marke gesetzt, die einer offenen Position ein Limit setzt, inwiefern sich ein Kurs in die entgegengesetzte Richtung entwickeln darf. Mit einem Stop-Loss wird also festgelegt, bis zu welcher Marke die Position gehalten wird und wann sie somit automatisch verkauft wird. Wichtig ist hierbei aber zu wissen, dass CFDs nicht zwingend zum Stop-Kurs, sondern vielmehr zum billigsten Kurs verkauft werden.

Software mit der die verschiedenen Order-Arten getätigt werden können Mit einem Setzen eines Stop-Loss-Limit wird eine Verkaufsorder ausgelöst, wenn der Kurs die Stop-Loss-Marke erreicht. Ein Verkauf wird hier nur ausgelöst, wenn der Kurs nicht unter das gesetzte Limit fällt. Ein Verkauf findet erst statt, wenn das Limit erreicht ist.

Kurz erklärt: Das Stop-Loss-Limit im Kurvendiagramm Ferner existiert weiterhin die Möglichkeit, das Risiko mit einem Trailing Stop zu begrenzen. Bei einem Trailing Stop wird das gesetzte Verkaufslimit stetig erhöht, sobald ein Kursanstieg zu verzeichnen ist. Erst wenn der Kurs die festgelegte Marke unterschreitet, wird ein Verkauf automatisch ausgelöst. So werden gleichzeitig Gewinne gesichert und Verluste eingedämmt.

Software für die verschiedenen Order-Arten Ferner ist es bei vielen Brokern möglich, Preisalarme einzustellen, die einen Trader per E-Mail oder SMS darüber benachrichtigt, wenn der Kurs eine vordefinierte negative Entwicklung nimmt. Zu beachten gilt hier, dass die Positionen offen gehalten werden. Der Händler muss seine Vorgehensweise zu diesem Zeitpunkt dann selbst entscheiden.

Am besten ist es sicherlich, wenn es erst gar nicht zu einem Margin Call kommt. Denn meistens sind die betroffenen Trader dann auch nicht in der Lage, kurzfristig Kapital nachzuschießen. Um einen Margin Call zu vermeiden, bieten Broker sogenannte Risikomanagement-Tools, wie diverse Stop-Limit-Orders oder Preisalarme an. Ferner sollten Trader auch ihre Strategien immer wieder einmal mit einem Demokonto testen und überprüfen.

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Wie hoch sollte die Margin sein?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern muss immer im individuellen Einzelfall betrachtet werden. Allerdings gibt der eigene Broker gewisse Richtwerte vor, innerhalb derer die Sicherheitsleistung liegen soll. Maximal ist hier selbstverständlich ein Wert von 100 Prozent möglich, dann wirken sich die Kursentwicklungen des Basiswerts im Verhältnis 1:1 auf die eigene Handelsposition aus. Wie gering die Sicherheitsleistung hingegen ausfallen kann, liegt – zumindest bei britischen und deutschen Brokern – im Ermessen der Anbieter selbst.

Lediglich die zypriotische CySEC hat Ende 2020 beschlossen, dass Broker nur mit Hebeln von bis zu 1:50 werben dürfen. Erst nach einer vorgeschriebenen Prüfung der Erfahrung des jeweiligen Traders darf der Faktor auf maximal 1:200 angehoben werden. Aber: Auch diese vermeintlich geringen Werte können für Anfänger schon zu enorm hohen Verlusten führen, wenn sie sich der Wirkung nicht bewusst sind.

Insofern empfiehlt es sich gerade zu Beginn der Handelstätigkeit, recht geringe Hebel zu wählen – unabhängig vom Basiswert. Ist dann erstes Fachwissen aufgebaut, kann die Margin Schritt für Schritt zurückgeschraubt werden, wobei hier immer mehrere Faktoren zu berücksichtigen sind:

  • Basiswert: Einige Basiswerte wie beispielsweise Währungen und Rohstoffe gelten auf kurze Sicht als vergleichsweise volatil. Hier ist auch bei fortgeschrittenen Tradern ein gewisses Maß an Vorsicht angebracht, um nicht von unvorhergesehenen Marktereignissen überrascht zu werden.
  • Marktsituation: Aber auch eigentlich ruhige Underlyings wie etwa der DAX können in gewissen Marktsituationen starken Schwankungen unterliegen. Ein gutes Beispiel hierfür ist etwa der Diesel-Skandal oder auch der Brexit. In beiden Phasen schwankten die Kurse teilweise um mehrere Prozentpunkte, so dass Trader hier gut beraten waren, die Margin höher als üblich anzusetzen.

Beim Risikomanagement sollten Trader aber nicht nur die Höhe des Hebelfaktors berücksichtigen, denn sie ist nur ein Teil der Risikoabsicherung. Auch das Verhältnis aus Positionsgröße und gesamten Handelskapital ist immer im Auge zu behalten. Wer beispielsweise über 1.000 Euro verfügt und davon 500 Euro einsetzt, ist auch bei einem Hebel von 1:2 einem recht hohen Risiko ausgesetzt. Freilich erhöht sich die Verlustgefahr, wenn die Margin weiter zurückgefahren wird, das generelle Risiko ist aber schon durch das Verhältnis von Positionsgröße zum Handelskapital gegeben.

Die Margin sollte immer vor dem Hintergrund des eigenen Handelskapitals gewählt werden. Auch die Erfahrung des Traders, der Basiswert und die derzeitige Marktsituation haben einen entscheidenden Einfluss darauf, was die „richtige“ CFD-Margin ist. Grundsätzlich gilt, dass vor allem Anfänger eine gewisse Vorsicht walten lassen sollten. Zu schnell werden sie sonst von ungewöhnlichen Marktsituationen überrascht, die viel Geld kosten.

Welche Kosten können beim CFD-Trading noch anfallen?

Beim CFD-Trading fallen allerdings nicht nur Sicherheitsleistungen an. Vielmehr müssen CFD-Händler auch beachten, dass neben Marginanforderungen auch weitere Kosten entstehen:
Spreads
Die Spanne zwischen Geld- und Briefkursen – also dem Kaufs- und Verkaufskurs – entsprechend ihrer Basiswerte beschreibt den Spread. Ferner bemisst sich der Spread am Volumen der Position und dem zugrunde liegenden Marktwert.

Eine klare Trennung zwischen Aktien-Mäkten und Nicht-Aktien-Märkten Transaktionskosten
Grundsätzlich fallen bei vielen Brokern keine Transaktionskosten an, da diese häufig in den Spreads enthalten sind. Nur für Aktien-CFDs werden Transaktionskosten erhoben. Bei CFX-Broker beträgt diese Gebühr 0,1 Prozent des Handelsvolumens bzw. mindestens zwölf Euro.

Finanzierungskosten
Finanzierungskosten fallen in der Regel dann an, wenn CFDs über Nacht gehalten werden. Abhängig ist der Zinssatz vom Interbankensatz, beispielsweise der Euribor, und vom Zinsniveau der jeweiligen Währungszone. Dementsprechend werden nur Long-Positionen mit Finanzierungskosten belastet, während Short-Positionen gut geschrieben werden.

Finanzierungskosten am Beispiel von Long- und Short-Positionen Darüber hinaus verlangen einige Broker auch Gebühren für zusätzliche Leistungen, wie beispielsweise garantierte Stops. Kommissionen für die Ausführung von Orders über die DMA-Plattform können im Rahmen des Handels mit CFDs ebenfalls anfallen. Nicht zuletzt können auch Währungskosten anfallen, wenn auf Forex-Basiswerte CFDs gehandelt werden.

Der CFD-Handel verlangt beim Einsatz von Hebeln nicht nur die Hinterlegung einer Mindest-Sicherheitsleistung, der sogenannten Margin, sondern auch darüber hinausgehende Gebühren. Von Anbieter zu Anbieter unterscheiden sich die Spreads und Finanzierungskosten. Auf Aktien-CFDs können ferner auch Transaktionskosten anfallen. Für welche zusätzlichen Leistungen noch Gebühren erhoben werden, ist dem jeweiligen Preis- und Leistungsverzeichnis des entsprechenden Brokers zu entnehmen.

Fazit: CFD-Margin vom Broker und der Marktsituation abhängig

Die Margin ist eine sogenannte Sicherheitsleistung, die Anleger bei der Eröffnung einer CFD-Position hinterlegen. Vereinfacht gesprochen handelt es sich um den Kehrwert des Hebelfaktors, mit dem die Margin in direktem Zusammenhang steht. Es gilt der Grundsatz: Je geringer die Margin, desto höher ist das gehebelte Kapital und damit das Verlustrisiko. Gleichzeitig steigen allerdings auch die Gewinnchancen, wenn sich Trader nur für eine vergleichsweise geringe Sicherheitsleistung entscheiden. Insofern sollte immer auf Basis des aktuellen Marktniveaus entschieden werden, wie hoch der eingesetzte Hebel letztlich ausfällt. Zudem gilt es zu beachten, dass der eigene Broker gewisse Rahmenbedingungen für die Margin vorgibt.

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Wie man in Binäre Optionen investiert
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