Binäre Optionen versus Optionen – Unterschiede und Ähnlichkeiten

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Binäre Optionen versus Optionen – Unterschiede und Ähnlichkeiten

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Die binären Optionen im Detail

Binäre Optionen gehören zu den Finanzderivaten und haben den Ruf, auch auf Einsteiger sehr gut geeignet zu sein. Sie stammen von den klassischen Optionen ab, haben aber dennoch einige unterschiedliche Merkmale. Gehandelt werden die binären Optionen als Termingeschäfte. Sehr positiv ist, dass das System schnell erkannt wird: Binäre Optionen bieten tatsächlich nur zwei Möglichkeiten an.

Die Möglichkeiten für den Handel sind die steigenden oder fallenden Kurse. Der Trader entscheidet sich für einen Basiswert und wählt aus, ob dieser innerhalb von einem bestimmten Zeitraum steigen oder fallen wird. Liegt er mit seiner Einschätzung richtig, gibt es eine Rendite. Liegt er stattdessen falsch, so geht das gesamte Guthaben verloren. Es ist also von Beginn an klar, wie hoch mögliche Gewinne und Verluste sind. Auch dies kann als Vorteil gesehen werden. Gerade Trader, die bisher noch keine oder nur wenige Erfahrungen mit dem Handel bei einem Broker haben und auf der Suche nach einem guten Einstieg sind, werden durch die binären Optionen angesprochen.

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Für den Handel selbst stehen unterschiedliche Basiswerte zur Verfügung. So können Trader zwischen Indizes, Rohstoffen, Währungspaaren und Aktien wählen. Eine Auswahl gibt es auch bei den Laufzeiten. Binäre Optionen gelten oft als sehr kurzfristige Geschäfte. Tatsächlich wird die Möglichkeit geboten, binäre Optionen für 30 Sekunden oder mehrere Minuten auszuwählen. Aber auch Varianten, die über eine oder mehrere Stunden sowie Tage oder Monate gehen, stehen zur Verfügung. Mit steigender Laufzeit steigen auch die Renditen. Allerdings steigt hier auch das Risiko. Daher sind binäre Optionen mit langen Laufzeiten eher für erfahrene Trader geeignet. Die Höhe der Rendite kann nicht pauschal angegeben werden, bewegt sich aber meist bei Werten zwischen 65 % bis hin zu 90 %.

Warum ist der Handel mit binären Optionen verboten?

Binäre Optionen sind seit 2008 am Markt handelbar. Die Idee hinter der Entwicklung dieser Variante war es, eine einfache Trading-Möglichkeit zu schaffen, die leicht zu verstehen ist und sich auch für Einsteiger eignet. Tatsächlich begeistern die binären Optionen aber nicht nur Anfänger, sondern auch erfahrene Trader. Über die Jahre hinweg hat sich aber auch immer mehr Kritik einen Weg gebahnt. So haben sich Trader darüber beschwert, dass die Kurse nicht transparent sind und die Broker mehr von den binären Optionen profitieren, als die Trader. Diese Kritik wurde ernst genommen. Die ESMA hat die binären Optionen genau geprüft. Bei der ESMA handelt es sich um die European Securites and Markets Authority. Sie soll die Sicherheit der Trader sowie den Schutz vor Betrug im Auge behalten.

Das Verbot für das Angebot und den Handel mit binären Optionen kam erst 2020. Allerdings war die Überraschung nicht groß, denn bereits 2020 wurde diese Thematik immer wieder aufgegriffen. Die ESMA hat das Verbot für den Handel, den Vertrieb sowie das reine Angebot von binären Optionen für die EU nun schriftlich festgehalten. Das Verbot geht für den Handel, der durch Kleinanleger ausgeführt wird. Für die Trader ist besonders interessant, warum das Verbot ausgesprochen wurde. So sieht die ESMA eine Problematik bei dem Verhältnis zwischen Gewinn und Verlust. Durch das Verbot sollen Trader besser geschützt werden.

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Die Optionen als Alternative zu den binären Optionen – Definition der klassischen Optionen

Die klassischen Optionen sind längst keine neue Einrichtung auf dem Trading-Markt. Sie werden schon seit Jahren sehr gerne in Anspruch genommen. Angeboten werden für den Handel:

Trader, die darüber nachdenken, in Optionen zu investieren, sollten sich mit diesen beiden Varianten beschäftigen. Trader, die mit einer Call-Option arbeiten, kaufen eine Möglichkeit. Sie erwerben die Möglichkeit, einen Basiswert zu einem feststehenden Preis zu kaufen. Diese Möglichkeit gilt nur so lange, wie die Option aktiv ist. Nach deren Verfallsdatum ist ein Kauf nicht mehr möglich. Wer sich dann entschieden hat, den Kauf nicht durchzuführen, hat lediglich den Preis für die Option gezahlt. Der Verkäufer der Call-Option hat während der Laufzeit die Pflicht, den Basiswert zum festgelegten Preis bereitzuhalten und auf Wunsch zum Ausübungspreis anzubieten. Das Gegenteil der Call-Option ist die Put-Option. Wer eine Put-Option besitzt, bietet einen Basiswert innerhalb von einem bestimmten Zeitraum für einen festen Ausübungspreis an und kann eine Prämie erhalten, wenn er seine Put-Option weitergibt als Call-Option.

Gut informierte Trader wissen, dass Optionen in einem amerikanischen oder einem europäischen angeboten werden. Es ist wichtig, hier die Unterschiede zu kennen. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, um welchen Stil es sich handelt. Die europäische Option ist so konzipiert, dass sie lediglich am Verfallstag ausgeübt werden kann. Bei der amerikanischen Option handelt es sich um die Variante, die jederzeit während der Laufzeit ausübbar ist. Trader sollten wissen, was für sie wichtig ist.

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Plus500 bietet Anlegern eine große Auswahl an klassischen Optionen an

Was unterscheidet binäre Optionen von Optionen?

Die binären Optionen sind also eine gute Möglichkeit, den Einstieg in das Trading zu finden und auf einen steigenden oder einen fallenden Kurs zu setzen. Bei dieser Variante handelt es sich um ein OTC-Derivat. Das heißt, binäre Optionen werden nicht an der Börse gehandelt. Stattdessen stellen Market Maker die Kurse zur Verfügung. Dies ist einer der wohl wichtigsten Punkte, warum die binären Optionen in der Kritik stehen. Die Transparenz der Kursentwicklung ist nicht gegeben. Anders sieht es bei den Optionen aus. Sie werden an der Börse gehandelt. Für den Trader ist klar ersichtlich, wann sich der Kurs von einem Basiswert in welche Richtung entwickelt.

Binäre Optionen bieten zudem lediglich die Möglichkeit, auf einen steigenden oder einen fallenden Kurs zu setzen. Mit den klassischen Optionen wird dagegen eine Kauf-Option übernommen. Zudem können sie wieder verkauft werden. Dadurch sind sie deutlich flexibler für den Handel, als die binären Optionen.

Zusammenfassung: Binäre Optionen sind deutlich einfacher in ihrem Aufbau, bieten jedoch weniger Flexibilität. Optionen sind deutlich transparenter und können auch strategisch sehr gut umgesetzt werden.

Lohnt sich der Handel mit Optionen für private Händler?

Klassische Optionen gelten als eine sehr gute Anlagemöglichkeit für Investoren, die ein Interesse daran haben, den Markt in eine bestimmte Richtung absichern zu wollen. Allerdings werden sie nun auch immer mehr als Alternative zu den binären Optionen angeboten. Doch wie lohnenswert sind sie für private Trader wirklich? Interessant ist die Frage, ob es überhaupt möglich ist, von den klassischen Optionen zu profitieren und mit diesen hohe Gewinne einfahren zu können. Privaten Anlegern ist es wichtig, eine gute Rendite zu erhalten. Dabei steht für sie die preisliche Absicherung der Märkte eher im Hintergrund. Mit einem Blick auf die Vor- und Nachteile der klassischen Optionen lässt sich abschätzen, ob sie als Geldanlage in Betracht gezogen werden können.

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Die Vorteile für private Anleger im Überblick

Die Liste an Vorteilen für die Optionen ist lang. So ist diese Form der Geldanlage in erster Linie sehr flexibel und bietet eine Vielzahl an Freiheiten. Optimal ist die Möglichkeit, Kurse handeln zu können. Damit wird den Tradern die Möglichkeit geboten sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursen zu profitieren. Gerade bei fallenden Märkten stellen viele Investitionsmöglichkeiten ein echtes Problem dar. Auch dann, wenn der Anleger erkennen kann, dass sich der Markt möglicherweise in eine negative Richtung, bleibt ihm nur die Möglichkeit der Schadensbegrenzung. Bei Optionen kann sogar von den fallenden Kursen profitiert werden.

1) Optionen bieten eine Hebelkraft

Die Hebelkraft ist einer der größten Vorteile, die eine Option zu bieten hat. Immerhin liegt diese bei einer Höhe von bis zu 100 %. Mit einem so hohen Hebel können Trader sehr gut arbeiten und innerhalb einer kurzen Zeit eine beachtliche Rendite erhalten. Zusätzlich dazu spielt der Hebel auch dann eine Rolle, wenn Optionen über einen CFD-Broker gehandelt werden. Dieser stellt die Möglichkeit zur Verfügung, einen Hebel einzusetzen. Das ist interessant für Trader, die ein geringes Kapital haben oder ihr Kapital gerne auf mehrere Optionen verteilen möchten. Allerdings kann der Handel mit einem Hebel auch zu Verlusten führen, die über das eingesetzte Kapital hinausgehen.

2) Sehr hohe Transparenz

Die klassischen Optionen gelten als eine Trading-Variante, die eine hohe Transparenz zu bieten hat. Gehandelt werden sie an den Terminbörsen. Diese unterliegen strengen Vorgaben und ermöglichen es dem Trader, die Kursentwicklung und die Ausgabe der Optionen genau zu prüfen. So ist eine hohe Transparenz gegeben.

3) Kurse können nicht manipuliert werden

Market Maker haben bei binären Optionen durchaus die Möglichkeit, an den Kursen zu manipulieren. Inwieweit dies auch geschehen ist, lässt sich nicht immer nachvollziehen. Die Kursmanipulationen sind bei Optionen jedoch nicht möglich. Hier erkennen Trader an der Entwicklung der Basiswerte genau, wie sich die angegebenen Kurse zusammensetzen.

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4) Ideal für Kleinanleger

Anleger mit einem geringen Kapital stehen oft vor dem Problem, dass sie Wertpapiere oder Aktien nicht oder nur in geringer Menge kaufen können. Optionen eignen sich auch für Trader, denen keine unbegrenzten finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Da sie nur einen Basiswert abbilden, können schon kleine Beträge investiert werden.

5) Überblick über die Gebühren

Gebühren beim Trading sind immer eine Reduzierung der Rendite. Daher ist es wichtig, einen guten Überblick über mögliche Kosten zu haben. Bei den Optionen ist die Preisgestaltung durch die Broker sehr übersichtlich gehalten. Trader wissen bereits bei der Investition, wie hoch die Handelsgebühren sind und wie stark diese einen möglichen Gewinn reduzieren können.

6) Kein Emittentenrisiko

Immer wieder wird die Thematik des Emittentenrisikos aufgegriffen. Einige Investitionsanlagen, wie Optionsscheine, bringen dieses Risiko automatisch mit. Da es bei Optionen keinen Emittenten gibt, besteht dieses Risiko hier nicht.

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Die Nachteile für private Anleger im Überblick

1) Verluste sind immer möglich

Beim Trading spielen die Verluste eine wichtige Rolle. Das Verhältnis von Gewinn und Verlust steht in einem direkten Zusammenhang. Umso wichtiger ist es, sich mit den Basiswerten oder auch den Optionen an sich zu beschäftigen, Strategien zu erarbeiten und Marktanalysen zu nutzen. Aber auch die besten Analysen können einen Kursverlauf nicht immer vorhersehen. Bewegt sich dieser in eine ungeplante Richtung, geht das Kapital verloren. Beim Einsatz von einem Hebel kann es zu besonders hohen Verlusten kommen.

2) Keine einzelnen Basiswerte

Optionen stellen Basiswerte nach, diese werden in der Option gebündelt. Die Eröffnung erfolgt hier auf mehrere Basiswerte. Dies ist ein Unterschied zur Anlage in Aktien. Bei den Aktien kann der Trader sich entscheiden, nur eine Aktie zu kaufen. Optionen enthalten immer mehrere Werte gebündelt.

3) Zeitintensiv

Binäre Optionen sind besonders einfach in der Handhabung, aber dennoch benötigen sie eine gewisse Marktbeobachtung. Bei klassischen Optionen ist diese Marktbeobachtung noch deutlich wichtiger. Hier geht es darum, sich mit der Wertentwicklung auszukennen und abzuwägen, ob sich der Kauf einer Option auf den Basiswert lohnt. Die Marktbeobachtung und die Analyse sind zeitintensiv.

Klassische Optionen bringen Vor- und Nachteile mit sich. Inwieweit diese jeweils einen Einfluss auf das eigene Trading-Verhalten haben, wägt der Trader für sich ab.

Die Webseite von Plus500 ist übersichtlich strukturiert

Handelsplattformen für klassische Optionen

Klassische Optionen können bei einem Broker oder einem Anbieter für Aktiendepots gehandelt werden. Flexibler in der Anlage ist der CFD-Broker. Hier haben Trader die Möglichkeit, auch einen Hebel einzusetzen und so mit kleinem Kapital höhere Mengen bei den Optionen zu handeln.

So können die klassischen Optionen auch für Anleger interessant werden, die nur kleine Beträge einsetzen möchten. Dennoch muss nicht darauf verzichtet werden, hohe Werte in Anspruch zu nehmen. Es sollte jedoch geprüft werden, wie es der Broker mit einer Nachschusspflicht handhabt.

Fazit: Klassische Optionen sind eine sehr gute Alternative zu den binären Optionen

Die binären Optionen werden nach und nach von der Bildfläche verschwinden. Für Trader beginnt daher die Suche nach einer Alternative. Diese Alternative könne die klassischen Optionen darstellen. Sie sind flexibel, lassen sich auch mit einem geringen Kapital handeln und ermöglichen den Einsatz von verschiedenen Strategien.

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Kategorie-Archiv: Optionen Ratgeber – Seite 1 von 1

Wie lassen sich Handelsarten von binären Optionen mit klassischen Optionen nachstellen?

Binäre Optionen galten lange Zeit als sehr guter Einstieg in das Online-Trading. Kurze Laufzeiten, eine einfache Handhabung sowie verschiedene Strategien zur Risikoabsicherung bildeten die Basis ab. Nun ist der Handel mit binären Optionen in Europa jedoch nicht mehr vorgesehen. Trader, die auf diese Weise bisher ihr Geld verdient haben, stehen vor der Frage, in welche

Binäre Optionen versus Optionen – Unterschiede und Ähnlichkeiten

Mehrere Jahre war der Handel mit binären Optionen für Anleger eine Möglichkeit für einen entspannten Einstieg in das Trading. Auch erfahrene Anleger haben diese Variante durchaus genutzt, um mit dem Daytrading kurzfristig Gewinne zu machen. Aber auch die Verluste sind nicht zu unterschätzen. Zudem wurde immer wieder die fehlende Transparenz als Kritikpunkt genannt. Nun wurde

Unterschied Binäre Optionen vs. Optionen: Wichtige Merkmale im Überblick

WEITER ZUM CFD TESTSIEGER

Viele Trader suchen nach Alternativen zu Binären Optionen. Da liegt es natürlich nahe, mit Optionen selbst die Vorbilder der Binären Optionen zu nutzen. In diesem Ratgeber klären wir vor allem darüber auf, welche Unterschiede es zwischen den beiden verschiedenen Tradingformen gibt. Beim Trading mit Binären Optionen existieren einige andere Eigenschaften, die Trader beachten müssen.

Durch unseren Ratgeber kann die Wahl, bzw. der Übergang deutlich erleichtert werden und Trader wissen, auf welche Änderungen sie sich einstellen müssen. Wir informieren darüber, wann wo und wie Optionen Binäre Optionen ersetzen können und wann Trader mit Optionen sogar besser dran sind.

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Was sind eigentlich Optionen?

Um die Unterschiede zwischen Optionen und Binären Optionen zu kennen, ist es wichtig beide Finanzprodukte zu verstehen. Eine Option wird auch als bedingtes Termingeschäft bezeichnet. Ein Händler erwirbt damit prinzipiell das Recht, eine bestimmte Sache zu einem festgelegten Termin zu einem vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Der Optionsinhaber bezahlt für dieses Recht eine Prämie an den Stillhalter (Optionsverkäufer) und kann sich entscheiden, ob er die Option ausübt oder verfallen lässt.

Dabei hat sich im Geschäft für Privatanleger der sogenannte Barausgleich eingebürgert. Früher war es üblich, dass die Ware tatsächlich geliefert wurde. Bauern, Lieferanten und Fabrikanten konnten sich so gegen starke Wertschwankungen absichern. Sie vereinbarten, ein Produkt zu einem bestimmten Preis und einer bestimmten Menge zu einem festen Zeitpunkt zu liefern. Für Bauern hatte dies den Vorteil, dass sie nicht nur einen Abnehmer fanden, sondern auch einen festen Preis erwarten können. Im Gegensatz zu anderen Finanzgeschäften hat sich der Käufer der Option allerdings nicht verpflichtet, die Ware auch tatsächlich abzunehmen.

Deswegen zahlte er an den Verkäufer des Basiswerts eine Prämie, die für ihn dann auch einen Vorteil brachte, wenn der Käufer die Option nicht ausübt. Die Prämie konnte dabei auch die Liquidität erhöhen. Für den Käufer kann eine Option beispielsweise dann Sinn ergeben, wenn er die Ware des Verkäufers benötigt, die Menge allerdings von seiner Auslastung oder Nachfrage abhängt. Ein Beispiel wäre ein Stofffabrikant, der Baumwolle für das nächste Jahr ordern möchte, jedoch die Chance wahren möchte, bei schlechter Auslastung vom Kauf zurücktreten zu können.

Webauftritt des Brokers Plus500

Was sind Binäre Optionen?

Demgegenüber gab es in der realen Wirtschaft keine Anwendungsmöglichkeiten für Binäre Optionen. Auch Optionen selbst haben sich vergleichsweise weit von ihrem ursprünglichen Verwendungszwecke entfernt. Bei Binären Optionen handelte es sich allerdings von Anfang an vor allem um eine Art Finanzwette. Die Call-/Put-Optionen wurden hier als Vorbild genommen. Trader müssen sich dabei entscheiden, auf einen fallenden Kurs oder eine Steigerung des Werts zu einem bestimmten Zeitpunkt zu setzen. Liegen sie mit ihrer Einschätzung richtig, erhalten sie einen zuvor festgelegten Betrag gutgeschrieben, liegen sie falsch, verlieren sie den gesamten Einsatz.

Binäre Optionen konnten dabei ausschließlich bei spezialisierten Brokern gehandelt werden, während Optionen über die meisten Wertpapier-Broker angeboten werden. Sie fanden großen Anklang unter Privatkunden und wurden vielfach auch von Einsteigern genutzt, die sich sonst nicht um ihre Geldanlage kümmerten. Sie sind vergleichsweise leicht zu verstehen und viele Broker zielt mit ihren Werbeangeboten speziell auf unerfahrene Anleger ab. Teilweise waren auch unseriöse Werbeversprechend an der Tagesordnung und Broker konnten Gewinne in schwindelerregender Höhe anpreisen. Von den Regulierungsbehörden wurden sie auch aufgrund der Kurzfristigkeit allerdings in der Regel ausschließlich als Finanzwette eingeordnet. Dementsprechend gab es nur wenige Länder, die überhaupt eine Regulierung in Erwägung zogen, sodass das Angebot an vertrauenswürdigen Brokern eingeschränkt war.

Der wichtigste Unterschied zwischen Binären Optionen und herkömmlichen Optionen ist, dass der Handel mit Optionen nach wie vor erlaubt und legal ist. Demgegenüber sind Binäre Optionen innerhalb der EU seit 2020 verboten. Die europäische Regulierungsbehörde ESMA hat festgelegt, dass Binäre Optionen innerhalb der EU nicht mehr vertrieben werden dürfen. Natürlich ist es prinzipiell möglich, über Offshore-Broker zu handeln. Schutz vor Betrug existiert hier jedoch in keiner Weise.

Viele Trader haben mit ihren Brokern für Binäre Optionen negative Erfahrungen gemacht und innerhalb der EU haben sich ohnehin nur wenige Finanzaufsichtsbehörden bereit erklärt, den Handel mit Binären Optionen zu regulieren, darunter die zypriotische CySEC.

Mit dem Verbot will die ESMA natürlich vor allem unerfahrene Trader schützen. Tatsächlich haben sich viele Broker in diesem Bereich an vergleichsweise unerfahrene Kunden gerichtet, die auch das Risiko ihrer Trades nicht einschätzen konnten. Dazu passen Studienergebnisse, nach denen zwischen 74 % bis 89 % der Kleinanlegerkonten Anlageverluste im Rahmen des Trading verzeichnen. Zwischen 1.600 und 29.000 Euro verlieren Trader mit Kleinanlegerstatus durchschnittlich.

Der Handel mit Optionen ist hingegen nach wie vor legal möglich. Böse Stimmen behaupten, dies würde vor allem daran liegen, dass der Staat bei diesen Finanzprodukten mitverdienen kann. Tatsächlich sind die Verluste von Privatanlegern hier ebenfalls in der Regel deutlich. Dennoch ist durch den regulierten Handel und die bessere Nachvollziehbarkeit die Gefahr für Betrug und unfaire Behandlung der Kunden deutlich verringert. Die Transparenz ist hier viel größer, auch wenn Optionen gerade für Privatanleger nicht unumstritten sind.

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Optionen decken mehr Underlyings ab

Das Angebot an Basiswerten und Arten ist bei Optionen nach wie vor unerreicht. Zwar haben auch die Broker für Binäre Optionen im Laufe der Jahre immer stärker nachgerüstet, allerdings konnte die Vielfalt von Optionen dabei niemals erreicht werden.

Entscheidend dafür, dass Basiswerte gehandelt werden können, ist ein liquider Markt. Liquidität hilft wesentlich dabei, den Wert der Option zu unterschiedlichen Zeitpunkten ermitteln zu können. Allerding ist dies nicht zwangsläufig notwendig und Optionen können auf viele unterschiedliche Handelswerte angeboten werden, darunter auch skurrile Underlyings wie dem Wetter. Darüber hinaus kommen jedoch die üblichen Verdächtigen zum Einsatz:

  • Aktien
  • Anleihen
  • Währungen
  • Indizes
  • ETFs
  • Rohstoffe und Agrarrohstoffe
  • Elektrische Energien
  • Swaps

Bei Binären Optionen war es hingegen üblich, dass vor allem Aktien, Anleihen, Währungen und Indizes im Angebot war. Einige Broker ergänzten das Angebot noch um Rohstoffe, die Auswahl war dabei jedoch immer deutlich geringer als auf dem Markt für Optionen.

Immerhin erlaubt alleine der Handel an großen Terminbörsen, dass auch Optionen für exotischere Basiswerte auf einen liquiden Markt treffen. Außerdem können Optionen natürlich auch OTC gehandelt werden, sodass prinzipiell keine Begrenzungen existieren. Bei Binären Optionen war der Broker hingegen der einzige Handelspartner, der sich natürlich daran orientiert hat, welche Basiswerte besonders nachgefragt werden, in der Auswahl letztlich jedoch auch aus technischen Gründen begrenzt war.

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Optionen mit mehr Vielfalt?

Binäre Optionen wurden ursprünglich ausschließlich als Call-/Put-Optionen angeboten. Diese Handelsart ist auch die, die unter den Optionen mit Abstand am häufigsten ist. Nach und nach ergänzten die Broker für Binäre Optionen ihre Handelsarten und boten somit mehr Auswahl, darunter beispielsweise Range- oder One Touch-Optionen. Damit bildeten sie letztlich allerdings Handelsarten ab, die auch unter den Optionen bereits existierten.

Diese etwas ausgefalleneren Optionen sind allerdings deutlich komplizierter als Standard-Optionen. Auszahlungen hängen dabei nicht nur vom Wert des Basiswertes ab, sondern vom gesamten Kursverlauf. Sie werden deswegen auch als „pfadabhängige“ Optionen bezeichnet und fallen häufig unter den Sammelbegriff „Exotische Optionen“. Auch die Binären Optionen werden von vielen als eine exotische Option betrachtet. Dieser Argumentation folgend würden natürlich Optionen zwangsweise deutlich mehr Vielfalt bieten als Binäre Optionen, die sie umfassen. Allerdings ist diese Einteilung durchaus umstritten und wurde vor allem in den letzten Jahren den Binären Optionen nicht unbedingt gerecht. Immerhin gab es zahlreiche Broker, die kein anderes Finanzprodukt anboten und die Möglichkeit hier immer weiter ausdifferenzierten.

Zudem ist es so, dass es üblicherweise weniger die Optionen sind, die hier viele unterschiedliche Spielarten anbieten, sondern eher Optionsscheine und Zertifikate. Diese werden in den verschiedensten Versionen angeboten und sind dementsprechend oft selbst für Profis schwierig einzuschätzen.

Optionen mit mehr Liquidität und transparenteren Preisen

Wer früher bei einem Broker für Binäre Optionen eine Position eröffnet hat, konnte diese nicht an andere Marktteilnehmer verkaufen. Zwar gab es durchaus einige Broker, die die Optionen auf Wunsch zurückgekauft haben, allerdings war auch hier der Broker der einzige Handelspartner. Anders ist dies bei Optionen. Diese werden vielfach so gestaltet, dass sie jederzeit gekauft und verkauft werden können.

Ähnlich wie beim Handel mit Binären Optionen ist der Restwert hierbei entscheidend. Der Handel findet allerdings an Terminbörsen wie der EUREX oder der Chicago Board Options Exchange statt. Die Kontrakte sind also so standardisiert, dass sie genügend Liquidität aufweisen, um prinzipiell jederzeit verkauft zu werden. Auf diese Weise haben Trader und Anleger, die eine Option erworben haben, die Möglichkeit, diese durch Weiterverkauf oder Rückkauf zu schließen. Der Preis hierfür wird am freien Markt gebildet. Er bestimmt sich durch verschiedene Merkmale wie:

  • Aktueller Kurs des Underlyings
  • Ausübungspreis
  • Restlaufzeit
  • Volatilität des Kurses
  • Eventuell anfallende Dividendenzahlung bis zum Ausübungsdatum

Bei einem Broker für Binäre Optionen ist es hingegen nicht so transparent gelöst, welche Rückkaufpreis anfällt. Die Unabhängigkeit vom Broker ist also einer der größten Unterschiede beim Trading von Binären Optionen und dem Handel mit Optionen.

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Unterschied 5: andere Zeiträume in der Betrachtung

Eine der wichtigsten Unterschiede beim Handel mit Binären Optionen im Vergleich zum Handel mit Optionen ist der viel kurzfristigere Zeitraum von Binären Optionen. Grundsätzlich wurden diese über eine vergleichsweise bereite Spanne angeboten. Viele Broker hatten auch Laufzeiten von mehreren Wochen oder sogar Monaten im Angebot. Länger als bis zum Ende des Quartals wurde die Handelsart allerdings üblicherweise nicht angeboten.

Besonders beliebt waren allerdings die sogenannten Turbo-Optionen. Sie hatte Laufzeiten zwischen 15 Sekunden und fünf Minuten und haben somit besonders kurzfristiges Trading ermöglicht. Klassisch waren dabei die 60 Sekunden-Optionen, die besonders populär wurden. Allerdings nehmen bei derart kurzfristigen Zeiträumen natürlich auch die Möglichkeiten ab, den Kursverlauf sinnvoll zu analysieren und so eine fundierte Entscheidung zu treffen. Letztlich ähnelten gerade die kurzfristigen Binären Optionen dem Glücksspiel mehr als einem soliden Finanzprodukt.

Optionen werden hingegen üblicherweise über einen mittelfristigen Zeitraum angeboten. Üblich sind Laufzeiten zwischen 30 und 120 Tagen. Bei ihnen spielt der Zeitrahmen bis zum Verfallsdatum allerdings eine sehr wichtige Rolle und beeinflusst auch den Preis. Üblicherweise wird eine implizite Volatilität in den Preis miteinberechnet, die bei längeren Zeiträumen natürlich ansteigt. Hier wird also das Risiko durch längere Zeiträume auch eingepreist, was bei Binären Optionen üblicherweise nicht der Fall ist. Hier hat der Zeitraum üblicherweise einen kleineren Einfluss auf die Rendite, die Trader erwarten können.

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Welche Gemeinsamkeiten haben beide Finanzprodukte?

Dadurch, dass Binäre Optionen sich direkt von den Optionen ableiteten, entstanden natürlich auch einige wichtige Gemeinsamkeiten:

Beide Finanzprodukte können auch gehebelt gehandelt werden. Bei den Optionen entsteht dies durch die Prämie, die es ermöglicht, für einen Bruchteil ein deutlich größeres Handelsvolumen zu traden. Bei Binären Optionen entsteht dies hingegen durch die hohe Auszahlung.

Trader kaufen bei beiden Handelsarten nicht den Basiswert selbst und üben ihr Recht üblicherweise nicht aus. Stattdessen kommt der sogenannte Barausgleich zum Tragen, in dem der Trader seinen finanziellen Vorteil ausgezahlt erhält.

Bei Binären Optionen waren Positionen schon oft ab 5 Euro handelbar. Trader müssen bei Optionen zwar häufig mehr investieren, durch die Hebelwirkung ist der Handel jedoch gewinnbringender. Mit weniger Kapital handeln ist derzeit nur noch durch CFDs möglich.

  • Short und Long handelbar

Einer der größten Vorteile bei Finanzderivate ist der Umstand, dass Trader nicht nur von Kurssteigerungen profitieren, sondern auch Kursverluste gewinnbringend nutzen können. Damit sind die Finanzprodukte auch gut geeignet, eigene bestehende Positionen zu hedgen.

Durch den Heben steigt nicht nur die mögliche Rendite und der Kapitalbedarf verringert sich, auch das Risiko steigt natürlich enorm bei beiden Handelsmöglichkeiten.

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Fazit: Binäre Optionen und Optionen mit wichtigen Unterschieden

Zwar stammen Binäre Optionen von Optionen ab, letztlich gibt es jedoch einige wichtige Unterschiede zwischen den beiden Finanzprodukten. Für Kunden aus Deutschland ist es natürlich auch alles andere als unwichtig, dass Binäre Optionen in der gesamten EU nicht mehr legal angeboten werden dürfen.

Außerdem bieten Optionen auch einige Vorteile. Sie sind an Terminbörsen handelbar und die Preiszusammensetzung erfolgt mit mehr Transparenz und häufig standardisiert, sodass im Handel deutlich mehr Liquidität existiert. Das hat für Trader natürlich den Vorteil, dass auch sie Optionen vor der Fälligkeit verkaufen können und dabei nicht auf einen einzelnen Broker angewiesen sind.

Ohnehin bieten Optionen deutlich mehr Möglichkeiten. Sie werden auf so ziemlich alle Basiswerte angeboten, die Trader sich noch denken können. Abseits der Standard-Optionen gibt es zudem viele unterschiedliche Handelsarten, die den Handel noch einmal deutlich abwechslungsreicher gestalten können. Natürlich ist derart kurzfristiges Trading wie im Rahmen von Binären Optionen nicht möglich. Da derart geringe Zeitabstände wie unter Turbooptionen üblich allerdings ohnehin nicht sinnvoll analysiert werden können, werden diese ohnehin zumeist als Finanzwette bezeichnet.

Dies kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass Binäre Optionen und Optionen durchaus einige Ähnlichkeiten aufweisen, die natürlich auch daher stammen, dass Binäre Optionen ursprünglich von den Optionen abgeleitet wurden.

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