Allgemeines Marktbild Worauf man als Trader 2020 achten sollte

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Contents

Warum man das allgemeine Marktbild beachten sollte

Die meisten Trader von Derivaten nutzen die Markttechnik für den Handel. Sie traden nach der technischen Analyse, weil der Kursverlauf ihnen die beste und aktuellste Information bietet. Leider wird dennoch oft der Fehler gemacht, andere wichtige Ereignisse außer acht zu lassen unter dem Vorwand, dass diese Ereignisse nur eine emotionale Barriere für den Handel darstellen.

Wenn man ein striktes Risiko-Management hat, dann kann das dennoch funktionieren. Allerdings führt der Umstand zu vielen Fehltrades, die, wenn man wichtige anstehende Entscheidungen im Blick behält, verhindert werden könnten. Einige Trader beherzigen das, indem sie an Tagen an denen wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht werden nicht handeln.

Ob professionelles Trading erfolgreich ist, wird an einer Benchmark gemessen, also an einem Vergleichswert, der in den meisten Fällen in Form eines Marktindex gewählt wird. Schafft es der Trader innerhalb des Jahres diesen zu schlagen, darf er sich zu einem professionellen Trader zählen.

Trader, die konsequent nur nach der Markttechnik handeln und keine Vorkenntnisse zu der aktuellen Marktlage haben, also so gut wie alle Anfänger im Trading, werden mit einer Vielzahl von Fehltrades konfrontiert, da sie die Lage nicht richtig interpretieren können. Doch wie lernt man die aktuelle Marktlage einzuschätzen?

Wodurch wird das allgemeine Marktbild geprägt?

Die allgemeine Marktlage beschreibt die grundlegende Richtung an den Märkten, die durch bestimmte schwergewichtige Gegebenheiten wie etwa Zinsveränderungen bestimmt wird. Warum gerade Zinsen? Da Zinsen einen direkten Einfluß auf Kapitalverschiebungen innerhalb verschiedener Währungsräume verursachen.

Anleihen stellen eine der sichersten Kapitalanlagen für große Investoren wie Versicherungen oder Pensionfonds dar. Die Anlage des Kapitals wird stets in die höherverszinsten und sicheren Währungsräume stattfinden, und da Anleihen den größten Anteil am Währungsmarkt tragen, zeigen sich Zinsveränderungen besonders in Währungskursen. Man braucht sich nur den Währungskurs EUR/USD für die letzten 12 Monate anschauen, dann weiss man was gemeint ist.

Die Zinssenkungen der EZB haben eine starke Abwertung des Euro bewirkt und eine Kapitalumschichtung in US-Dollar Anleihen bewirkt. Wer innerhalb dieser 12 Monate auf eine Korrektur rein nach technischen Kriterien den Euro long gehandelt hat, wurde desöfteren eines Besseren belehrt.

Das sogar Zinserwartungen einen Einfluß haben, kann man ebenfalls am Währungspaar EUR/USD erkennen, denn je schlechter aktuell die US-Wirtschaft läuft um so weiter rückt der geplante Zinsanstieg der US-Amerikanischen Notenbank FED in die Ferne. Und siehe da, der Euro wird stärker.

Screen 1: Wochenchart des EUR/USD

Zusammengefasst kann man daher sagen, dass besonders bei Währungen das allgemeine Marktbild durch geldpolitische Maßnahmen geprägt wird und diese sich je nach Interesse der Notenbank unterscheiden. Ist das Interesse der EZB aktuell noch die Abwertung des Euro und Inflation, versucht das FED beispielsweise eine stabile Konjunktur zu bewirken und richtet ihre Schritte danach aus, wie sich der Arbeitsmarkt entwickelt.

Fazit

Das Beispiel mit dem EUR/USD ist eingehend ist jedoch nur eins unter vielen. Die allgemeine Marktlage an den Aktienmärkten wird ebenfalls entweder direkt oder indirekt über geldpolitische Maßnahmen geprägt. Vergleicht man beispielsweise die deutschen Aktienmärkte (DAX) und die US-Amerikanischen (S&P 500), so wird deutlich, dass es sich aktuell gar nicht lohnt im S&P 500 investiert zu sein bzw. diesen zu traden, da er sich seit Anfang des Jahres in einer sehr volatilen Phase befindet und dafür gibt es einen Grund. Dieser ist nämlich die Verlagerung des Kapitals innerhalb der Aktienmärkte in die EU.

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Kennt man sich also mit der allgemeinen Marktlage aus, sucht man sich automatisch Werte aus, die ein besseres Chancen-Risiko-Verhältnis bieten können, da sie durch bestimmte Gegebenheiten in ihren Richtungen zusätzlich gestützt werden. Andererseits lässt man den Handel in Werten sein, die eben durch solche Gegebenheiten volatiler werden, siehe S&P 500.

Es bringt also immer was, sich eingehender mit der Materie zu beschäftigen, denn das schließt ja die eigentliche Trading-Strategie mittels der Markttechnik nicht aus, kann jedoch verhindern, dass man nach vielen Fehltrades ratlos da steht.

Anfänger sollten daher grundsätzlich skeptisch werden, wenn sogenannte Profis ihnen ausdrücklich davon abraten sich mit dem Kapitalmarkt zu beschäftigen und die nur die technische Analyse empfehlen.

Corona-Virus: Worauf Senioren achten sollten

Das Corona-Virus kursiert in ganz Deutschland. Warum sich besonders ältere Menschen vor Ansteckung schützen sollten.

Verdacht auf Corona? Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt – am besten am Telefon.

Das neuartige Coronavirus mit dem Namen 2020-nCoV oder SARS-CoV-2, ist erst seit Ende Dezember bekannt. Vermutlich sprang das Virus in der chinesischen Provinz Hubei auf einen Menschen über, von dort verbreitete es sich per Tröpfcheninfektion über den Globus. Aktuell sind knapp 700.000 Menschen weltweit erkrankt, in Deutschland wurden schon knapp 62.000 Patienten positiv auf die Corona-Viren getestet (Stand 31.03.2020). Hier veröffentlicht das Robert-Koch-Institut laufend Informationen über den aktuellen Stand.

Obwohl noch nicht alles über das Virus bekannt ist, zeigt sich doch: Die meisten Erkrankten sind über 30 Jahre alt, Kinder bleiben weitestgehend verschont. Für mehr als 80 Prozent der Infizierten ist die Krankheit nach gegenwärtigem Kenntnisstand nicht gefährlich. Sie spüren Erkältungssymptome wie Halsschmerzen und Fieber. Die Statistik zeigt aber auch: Für über 60-Jährige wird die Krankheit zunehmend gefährlicher: Bei den über 80-jährigen Erkrankten liegt laut Zahlen aus China das Risiko für Todesfälle durch das Corona-Virus am höchsten, berichtet das Robert Koch Institut.

Dr. Andreas Leischker, Impfexperte der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) sowie Chefarzt der Klinik für Geriatrie des Alexianer-Krankenhauses Krefeld und Professor Michael Pfeifer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP), haben die wichtigsten Fragen beantwortet:

Warum ist das Corona Virus für ältere Menschen so gefährlich?

Ältere Menschen sind allein aufgrund ihres Alters stärker gefährdet als junge Menschen. Schon ab einem Alter von 50 Jahren arbeiten die Abwehrkräfte nicht mehr so gut. Kommen Vorerkrankungen hinzu, fällt es dem Körper noch schwerer, das Virus zu bekämpfen. Das Coronavirus greift die Atemwege an und löst bei einem schweren Verlauf eine Lungenentzündung aus. Für Senioren und Seniorinnen kann das tödlich enden.

Risikogruppe Senioren: Welche Vorerkrankungen sind problematisch?

Besonders gefährdet ist, wer zum Beispiel nach einer Organtransplantation Medikamente nehmen muss, die eine Abstoßung verhindern – denn diese schwächen das Abwehrsystem. Auch Menschen mit schweren chronischen Krankheiten, etwa der Lungenkrankheit COPD, einem schlecht eingestellten Diabetes oder einer Nierenschwäche, sind besonders gefährdet. Auch pflegebedürftige Personen müssen besonders geschützt werden. Hier lesen Sie, wie Sie sich als pflegender Angehöriger verhalten sollten.

So schützen Sie sich vor einer Covid-19-Infektion:

Verschieben Sie Besuch von Kindern und Enkeln bis sich die Lage beruhigt hat.

Bitten Sie Angehörige oder Nachbarn, Einkäufe für Sie zu erledigen oder versuchen Sie, nur noch einmal die Woche in den Supermarkt zu gehen.

Verzichten Sie auf Händeschütteln.

Halten Sie mindestens 1,5 bis 2 Meter Abstand zu anderen Menschen und meiden Sie Menschenansammlungen.

Waschen Sie sich gründlich und oft die Hände (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife) und versuchen Sie, sich nicht ins Gesicht zu fassen.

Komplettieren Sie Ihre Impfungen.

Legen Sie außerdem eine Notfallmappe bereit. Diese sollte enthalten: Arzneiliste; Impfpass; Handynummer von Kontaktpersonen; Patientenverfügung; Hinweis, falls Sie sich um eine pflegebedürftige Person kümmern

Corona: Wie sollen sich Senioren und Seniorinnen jetzt verhalten?

Das wichtigste ist die Hygiene: Waschen Sie regelmäßig mindestens 30 Sekunden lang die Hände und seifen Sie auch Daumen, Fingerzwischenräume und Nägel gut ein. Tauschen Sie benutze Taschentücher sofort aus und fassen Sie sich so wenig wie möglich ins Gesicht. Auf Türklinken, Einkaufswägen oder an Haltestangen im Bus finden sich besonders viele Viren und Bakterien – waschen Sie sich gründlich die Hände, wenn Sie draußen waren.

Prinzipiell sollten Sie zur Zeit Abstand zu Menschen einhalten, die nicht in Ihrem Haushalt leben: mindestens 1,5 bis 2 Meter. Das gilt auch, wenn Freunde oder Verwandte vorbeikommen, weil diese vielleicht Ihre Einkäufe erledigen. Das Virus kann schon ansteckend sein, bevor die Krankheit ausbricht. Leider bedeutet das, dass Sie auch Enkel und andere Kinder vorerst meiden sollten.

Mittlerweile rät die Bundesregierung von sämtlichen Reisen ins Ausland ab. „Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch“, schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas am Sonntag, 15.03.2020, auf Twitter.

Wie können Sie noch vorbeugen?

Das Corona-Virus legt sich ähnlich wie eine Erkältung auf die Rachenräume und die Lunge. Was also im Kampf gegen eine Erkältung hilft, kann auch gegen Corona unterstützen: Regelmäßig lüften und die Schleimhäute feucht halten.

Wann und wie kann man sich testen lassen?

Wer bei sich oder bei seinem Partner Symptome bemerkt, sollte nicht zu seinem Hausarzt gehen, sondern in der Praxis anrufen und besprechen, ob ein Test sinnvoll ist, ob er in die Praxis kommen sollte oder ob der Arzt eventuell einen Hausbesuch macht. Typische Symptome sind: trockener Husten, Fieber und Atemnot. Sie können auch den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 anrufen – allerdings waren die Leitungen in den vergangenen Tagen meist überlastet.

Jetzt noch gegen Pneumokokken, Grippe und Keuchhusten impfen – bringt das was?

Wenn Sie gesund sind: Ja – wer geimpft ist, ist besser vor schweren Atemwegserkrankungen geschützt. Die Ständige Impfkomission der Bundesregierung (STIKO) empfiehlt Menschen ab 60 diese Impfungen ganz generell.

Die STIKO rät Menschen ab 70, Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen und Menschen mit eingeschränktem Immunsystem im Zuge der Corona-Ausbreitung zur Pneumokokken-Impfung. So können mögliche Komplikationen einer Corona-Infektion abgemildert werden. Genau wie Corona-Viren können Pneumokokken eine Lungenentzündung auslösen.

Lieferengpässe – verstärkt sich das Problem durch das Corona-Virus?

Viele Medikamente, die Patienten in Deutschland einnehmen, stammen aus China oder Indien. Durch den Corona-Ausbruch stehen gerade in China viele Fabriken still. Mit Lieferengpässen aufgrund von Corona ist trotzdem frühestens im Herbst zu rechnen – und auch nur, wenn andere Hersteller nicht rechtzeitig reagieren und die Ausfälle ausgleichen. Lieferengpässe sind in deutschen Apotheken aber schon seit Jahren ein Thema. Die Corona-Epidemie könnte vielleicht sogar den positiven Nebeneffekt haben, dass sich die Politik intensiver um Lösungen kümmert.

Auf unserem leicht verständlichen Plakat werden die wichtigsten Fakten zum Coronavirus erklärt: Vom richtigen Händewaschen bis wie wird der Erreger übertragen und wie erkenne ich eine Ansteckung. Das Plakat steht als A4 download kostenlos zur Verfügung.

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Fernseher Test 2020: Die große TV-Kaufberatung

Die besten Modelle – die wichtigsten Features

24.02.2020 17:40 | von Frederik Niemeyer

Die TV-Hersteller bringen in der Regel im Jahresabstand neue Top-Fernseher auf den Markt – das gestaltet die Wahl aus vielen Modellen und Serien nicht gerade einfacher. In unserem Fernseher Test 2020 sagen wir Ihnen, auf welche Features es wirklich ankommt und welche Modelle die beste Bildqualität bieten. Preisbewussten Käufern nennen wir unseren Preis-Leistungs-Tipp sowie eine Kompakt-Fernseher-Empfehlung. Worauf Sie beim Kauf eines TVs achten sollten, verraten wir im Video.

Fernseher Test 2020: Unsere Kaufempfehlungen

Man kann davon ebenso fasziniert sein wie überfordert, aber der TV-Markt ist in rasanter Entwicklung. Das führt nicht nur zu steigender Qualität bei fallenden Preisen in der Mittelklasse, sondern auch zu einem zuweilen rätselhaften Feature-Reigen. Wer sich auf die Suche nach einem neuen Fernseher begibt, kann vor lauter Budenzauber auch mal auf den ein oder anderen saisonalen Trend reinfallen: Was gestern der neueste Hype war, ist heute schon nicht mehr angesagt (Curved, 3D). Andererseits: Was anfangs wie ein Marketing-Bluff aussah, entpuppt sich als das relevanteste Feature der letzten Jahre (HDR). Kurzum: Wer in diesem Modell-Cabaret seinen Favoriten wählen möchte, hat es nicht leicht.

Unser Fernseher-Test-Team überprüft regelmäßig die neuesten TV-Geräte aller Größen und Preisklassen und ordnet sie nach umfangreichen Messungen in unsere Bestenliste ein. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen zunächst unsere besten Empfehlungen in einer Tabelle. Da ist vom teuren Testsieger, über einen günstigeren Oberklasse-TV bis zum Preistipp alles dabei. Danach gehen wir auf unsere Empfehlungen näher ein und informieren Sie über deren Stärken und Schwächen. Im Text weiter unten finden Sie auch eine Kompakt-TV-Empfehlung. Dem folgt eine umfangreiche Kaufberatung, in der wir sagen, auf welche Features Sie beim TV-Kauf achten sollten. Zuletzt erläutern wir Ihnen unser Fernseher-Testverfahren im Detail.

Top-Fernseher-Empfehlungen im Test (Auswahl, Stand Februar 2020)

2.800 Euro (55 Zoll) / 3.400 Euro (65 Zoll)

650 Euro (55 Zoll) / 750 Euro (65 Zoll)

1.350 Euro (55 Zoll) / 1.900 Euro (65 Zoll)

1.700 Euro (55 Zoll) / 2.450 Euro (65 Zoll)

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Bester Fernseher: Panasonic GZW2004

Der Panasonic GZW2004 ist ein OLED-Fernseher mit einer Spitzen-Bildqualität. Der Fernseher strahlt hell, ist hervorragend kalibriert, hat eine fantastische Farbdarstellung.

Der Panasonic GZW2004 ist ein OLED-Fernseher mit einer Spitzen-Bildqualität. Wir hatten die 55-Zoll-Version im Test, mit 65-Zoll-Screen sollte das Gerät aber genauso gut sein.

Der Panasonic GZW2004 ist ein OLED-Fernseher mit einer tollen Bildqualität, der beste Fernseher im Test – und sündhaft teuer. Er strahlt hell, ist hervorragend kalibriert, hat eine fantastische Farbdarstellung und sehr satte Kontraste. Auch in unseren subjektiven Tests, in denen wir die Darstellung von Full-HD-Blu-rays und UHD-HDR-Filmen beurteilen, schneidet er in allen Testsequenzen sehr stark bis exzellent ab. Allenfalls minimal verbesserungswürdig ist die Detaildarstellung in sehr dunklen Szenen: Teils verschwinden dunkelgraue Abstufungen im typischen OLED-Schwarz. Dafür ist der Panasonic GZW2004 hervorragend ausgestattet und bietet noch eine ordentliche Tonqualität dank Dolby-Upfiring-Speaker für Dolby Atmos.

Spitzen-TV zum ordentlichen Preis: LG C9

Der LG C9 punktet mit einer ebenfalls fantastischen Bildqualität. Die Ausstattung ist spitze, der Ton okay.

Der LG C9 punktet mit einer ebenfalls fantastischen Bildqualität. Wir hatten die 55-Zoll-Version im Test, mit 65-Zoll-Screen sollte das Gerät aber genauso gut sein.

In Sachen Bildqualität nur geringfügig schlechter aufgestellt, aber deutlich günstiger zu haben, ist LGs OLED-Fernseher C9. Seine Kontrastdarstellung ist ebenfalls klasse, auch die Spitzenhelligkeit und Farbdarstellung sind hervorragend – aber nicht ganz auf dem Niveau des Panasonic GZW2004. Auch der LG C9 verschluckt im Test in dunklen Szenen teils Details, bietet unterm Strich aber ein dennoch eindrucksvolles Bild. Er gefällt mit solider Tonqualität und ebenfalls exzellenter Ausstattung – so ist bereits das neue HDMI 2.1 an Bord, was besonders für Gamer interessant ist. Mehr dazu erklären wir in einem Abschnitt zum Standard weiter unten.

Bester LCD-TV: Samsung Q90R

Der Samsung Q90R ist ein LCD-TV der Oberklasse. Wir hatten die 65-Zoll-Version im Test, aber auch mit 55-Zoll-Screen sollte der Q90R sehr stark sein. Allerdings hat das kleinere Modell weniger Dimming-Zonen.

Der Samsung Q90R ist ein LCD-TV der Oberklasse. Er strahlt ausgesprochen hell und hat eine exzellente Anti-Reflexionsbeschichtung, womit er selbst bei hellem Tageslicht noch für ungetrübtes Sehvergnügen sorgt.

Wer einen Fernseher mit LCD-Technik sucht, erhält mit dem Samsung Q90R einen exzellenten TV. Er strahlt enorm hell und reflektiert selbst bei grellem Tageslicht kaum – das sorgt für ungetrübtes Sehvergnügen. Die Farben kommen voll und satt, die Kontrastdarstellung ist gut – hier hat er aber technisch bedingt gegenüber OLED-Geräten in abgedunkelten Räumen leicht das Nachsehen. Schwarze Filmbalken und größere Flächen dunkelt er zwar hervorragend ab, der Kontrast in kleinen Details könnte aber ein bisschen besser sein. Für einen LCD-Fernseher ist sogar die Blickwinkelstabilität ordentlich. Die Tonqualität geht ist solide, die Ausstattung gibt kaum einen Grund zur Kritik – manche Nutzer könnten DTS vermissen.

Preis-Tipp: LG SM82007LA

Der LG SM82007LA bietet viel Bildfläche bei guter Bildqualität fürs Geld. Wir hatten zwar die 65-Zoll-Version im Test, erwarten beim kleineren Modell aber keine signifikanten Änderungen.

Der LG SM82007LA bietet viel Bildfläche bei guter Bildqualität fürs Geld. Sie dürfen zwar kein HDR-Erlebnis erwarten, für den Preis ist die Leistung aber stark.

Falls Sie auf der Suche nach einem günstigen Gerät sind, das viel Bildfläche fürs Geld bei guter Qualität bietet, dann empfehlen wir Ihnen den LG SM82007LA. Abgesehen von der nur zufriedenstellenden Tonqualität überzeugt der SM82007 in allen Wertungskategorien mit zumindest guter Leistung. Sie dürfen zwar keine Bildwunder erwarten, die Darstellung ist aber grundsolide, insbesondere fürs klassische TV- und Blu-ray-Schauen. Aufgrund des mittelmäßigen Kontrastes und der nicht allzu hohen Spitzenhelligkeit fehlt HDR-Filmen aber Pep. Preisbewusste Käufer werden hier dennoch gut bedient.

Top-Kompakt-TV: Samsung Q60R

Der Samsung Q60R ist ein guter TV fürs Blu-ray- und TV-Schauen. Für HDR fehlt es ihm zwar an Kontrast und Spitzenhelligkeit – insgesamt ist die Bildqualität aber solide.

Der Samsung Q60R ist ein guter TV fürs Blu-ray- und TV-Schauen – HDR kommt hier aber nicht zur Geltung.

Der Samsung Q60R mit 43 Zoll Display hinterlässt im Test einen noch guten Eindruck. Anders als bei den größeren Modellen (siehe den Test der 55-Zoll-Version) verwendet Samsung hier kein VA-Panel, sondern ein PLS-Display – die Technik entspricht dem bekannteren IPS. Der 43-Zoller ist sehr blickwinkelstabil, hat aber einen nur mittelmäßigen Kontrast, weil er weder sehr hell, noch sehr dunkel wird. Für Standard-Blu-rays und Fernsehschauen geht das Bild aber voll in Ordnung. HDR-Material kommt leider nicht sonderlich zur Geltung. Praktisch: Neben USB-Aufnahmemöglichkeit verfügt das Gerät über einen Doppeltuner.

Fernseher-Kaufberatung: OLED-TVs…

Im Premium-Segment stehen Sie vor einer grundsätzlichen Entscheidung: Soll es ein Fernseher mit OLED-Panel oder mit LC-Display sein? OLED-Fernseher steuern ihre Helligkeit auf Pixel-Ebene – sie können einzelne Bildpunkte abschalten, um den Schwarzwert und die Kontrastdarstellung zu verbessern. Das zahlt sich insbesondere bei der Darstellung visuell komplexer Szenen aus, in denen helle und dunkle Bereiche eng verwoben sind. OLED-TVs sind zudem ziemlich blickwinkelstabil: So ist der Kontrastabfall bei seitlichem Blickwinkel kaum der Rede wert. Nicht zuletzt ist auch die Farbdarstellung exzellent. Den für HDR-Filme relevanten großen DCI-P3-Farbraum können die Modelle vollständig abbilden.

Auf der anderen Seite hat die Technik zwei Nachteile: Großflächiges Weiß ist hier nicht besonders hell, was beispielsweise in Winter-Szenarien zu einer etwas matteren Darstellung führt und den Einsatz in hell beleuchteten Wohnzimmern teils einschränken kann. Da OLED-TVs zudem mit organischen Elementen arbeiten, die entsprechend ihrer Verwendung altern, können Geisterbilder auftreten, die im schlimmsten Fall dauerhaft erscheinen und nicht mehr verschwinden. Der sogenannte OLED-Screen-Burn dürfte für die meisten Nutzer in der Praxis zwar nicht auftreten, vor allem, wenn sie den Fernseher vorwiegend fürs Filmschauen mit ständig wechselnden Inhalten verwenden – doch es gibt das Phänomen und es hat Einfluss auf die Handhabung.

So reduziert ein OLED-Fernseher beispielsweise die Helligkeit langsam, wenn er statische Elemente erkennt. Zudem darf man die Geräte nicht vom Strom trennen, damit sie wichtige Schutzmaßnahmen durchführen können (Pixel Refresher). Die Technik ist darüber hinaus nicht günstig, da es die Modelle erst ab 55 Zoll Größe gibt. Seit Anfang 2020 produziert LG aber immerhin auch 48 Zoll Panels.

…oder LCD / QLED?

LCD-Fernseher sind robuster, und die Topmodelle strahlen großflächig deutlich heller. Sie eignen sich damit bestens für den Einsatz in Situationen, in denen OLED-Modelle nicht optimal aufgestellt sind: in hellem Tageslicht und für die regelmäßige Anzeige statischer Elemente, zu denen knallige Senderlogos gehören. Spitzen-LCD-Fernseher können aber auch am heimischen Filmabend eine exzellente Figur machen – insbesondere, wenn bei Ihnen noch eine Zimmerlampe dezent den Raum erhellt. Dann sind die Unterschiede zu einem OLED-Fernseher zwar noch sichtbar, aber nicht mehr gravierend. Denn die besten LCD-Fernseher können ihre großflächige Hintergrundbeleuchtung zonenweise regeln (FALD, full array local dimming), um beispielsweise die schwarzen Filmbalken „verschwinden“ zu lassen. Manche Modelle setzen nur auf Edge-LED-Dimming – hierbei liegen die beleuchtenden und dimmbaren LEDs nicht hinter dem kompletten Bild, sondern nur am Rand. Günstige Fernseher verzichten komplett auf Dimming-Techniken und haben dementsprechend einen schlechteren Schwarzwert.

Vor allem Samsung setzt auf eine QLED genannte LCD-Technik. Der Hersteller verwendet hier sogenannte VA-Panels, deren Farbraum-Abdeckung mithilfe eines Farbfilters aus sogenannten Quantenpunkten auf DCI-P3-Niveau gehoben wurde. Die QLED-Topmodelle haben sogar eine recht gute Darstellung bei seitlichem Blickwinkel. Mittel- und niedrigpreisige LCD-Fernseher mit VA-Panels zeigen hier deutliche Einbußen und leiden unter stark abfallendem Kontrast; heißt, das Bild wird milchig, wenn Sie von der Seite darauf schauen.

So wichtig ist Spitzenhelligkeit

Grundsätzlich gibt es praktische Grenzen für eine sinnvolle Maximalhelligkeit. Die wenigsten Nutzer empfinden es beispielsweise als angenehm, von einem 65-Zoll-Screen mit 1.000 cd/m² Vollflächen-Weiß geblendet zu werden. Die hellsten Fernseher im Test bieten diesbezüglich somit etwas zu viel des Guten – wenn man sie lässt. Ein hoher Maximalhelligkeitswert ist für einzelne Spitzlichter hingegen wünschenswert, um dem Bild Tiefe und Dynamik zu verleihen. Viele 4K-Blu-rays sind auf 1.000 cd/m² gemastert – manche auf 4.000 cd/m². Der Fernseher passt diese Vorgaben letztlich noch an seine eigenen Fähigkeiten an. Full-HD-Blu-rays sehen in der Regel als Spitzenhelligkeit 100 cd/m² vor, was aber nicht bedeutet, dass ein Fernseher die Filme nicht heller wiedergeben kann, wenn Sie das möchten.

Einzelne kleine Spitzlichter (wie Sterne) können die besten LCDs in HDR dabei teils nicht so brillant darstellen wie ein OLED-Fernseher mit insgesamt niedriger Maximalhelligkeit. Denn die Premium-LCDs dimmen diese Flächen herunter, um das sogenannte Blooming zu verringern. Blooming bedeutet, dass weiße Flächen aufgrund der mehr oder weniger großflächigen Hintergrundbeleuchtung in dunkle Bereiche überstrahlen. Deshalb verringert sich die Spitzenhelligkeit von LCDs anders als bei OLEDs bei der Anzeige sehr kleiner heller Flächen – OLEDs haben dafür eher Schwierigkeiten mit großflächiger Helligkeit. Die perfekte TV-Technik gibt es nicht.

Das bringt HDR – HDR10, Dolby Vision, HDR10+

Kein Spitzen-Fernseher kommt mehr ohne HDR-Unterstützung aus. HDR bedeutet High Dynamik Range: Die Technik steigert in erster Linie den Kontrastumfang, verbessert aber auch die Farbdarstellung, indem sie den anvisierten Farbraum deutlich vergrößert. Hier gilt aktuell DCI-P3 als Referenz für 4K-HDR-Filme; der Farbraum ist rund 36 Prozent größer als der für Full-HD-Blu-rays verwendete Standard-RGB-Farbraum. Insbesondere die Farben Grün und Rot werden in HDR ausdrucksstärker. Damit sorgt die Technik für ein lebendigeres und eindrucksvolleres Heimkino-Bild.

Der offizielle HDR-Standard, an den sich alle halten müssen, heißt HDR10. Die Zahl Zehn steht hier für eine Farbtiefe in 10 Bit statt in 8 Bit. Das erlaubt feinere Abstufungen, die notwendig sind, um Bildartefakte bei Material mit sehr hohem Dynamikumfang zu vermeiden. Jeder Fernseher mit „Ultra-HD-Premium-Logo“ ist HDR10-fähig und bietet Ihnen die technische Voraussetzung für echten HDR-Genuss. Sollten Modelle ohne UHD-Premium-Logo mit HDR-Fähigkeit werben, sind sie schlechter aufgestellt: Teils haben diese Geräte kein 10-Bit-Panel, teils genügt ihre Farbdarstellung nicht den hohen Anforderungen (mindestens 90 Prozent DCI-P3).

Zusätzlich kämpfen zwei weiterführende Formate um die HDR-Hoheit: Dolby Vision und HDR10+. LG verweigert sich HDR10+, ebenso Netflix; Samsung verweigert sich Dolby Vision, ebenso Amazon Prime Video. Manche TV-Hersteller unterstützen aber beides. Der Vorteil beider Formate gegenüber HDR10 liegt darin, dass die Systeme die Darstellung je nach Szene oder sogar individuell pro Bild anpassen können. Bei HDR10 geschieht dies nur einmal für den gesamten Film. Im Zweifel könnten damit zuweilen einige Details in sehr dunklen oder sehr hellen Szenen verloren gehen. Allerdings gilt das meist nur für Fernseher mit eingeschränktem Helligkeits-/ und Kontrastvermögen.

Aktuell werten wir beide Features gleich, betrachten sie aber eher als HDR-Kür und in den meisten Fällen verzichtbar – zumal das dynamische Tone Mapping vieler moderner TVs, das die Helligkeitsanforderungen eines Films an die tatsächlichen Fähigkeiten eines Fernsehers anpasst, Ähnliches leistet. Der verbreitete HDR-Standard für die Übertragung von Live-Fernsehbildern heißt im übrigen HLG (Hybrid Log Gamma).

Größe und Auflösung: 4K gegen 8K – oder reicht sogar Full HD?

So viel vorneweg: Welche Bildgröße Ihnen genügt, können nur Sie selbst entscheiden. Zwar gibt es diverse Umrechnungsformeln, die Ihnen den optimalen Sitzabstand relativ zur TV-Größe und -Auflösung nennen wollen und dabei meist auf die mögliche Sichtbarkeit einzelner Pixel oder den Betrachtungswinkel abzielen, letztlich sollten Sie sich hier aber ausschließlich von ihrem Geschmack leiten lassen.

In Sachen Auflösung raten wir bereits ab der 40-Zoll-Klasse zu einem Fernseher mit Ultra-HD- beziehungsweise 4K-Auflösung. Full HD ist für die kompakteren Geräte zwar an sich ausreichend, doch UHD-Modelle bieten meist eine bessere Bildqualität, da die Hersteller hier mehr in technische Verbesserungen investieren. 8K steckt hingegen noch in den Kinderschuhen: Es gibt kaum 8K-Inhalte und daran wird sich – von ausgewähltem Demo-Material abgesehen – in naher Zukunft wenig ändern. Das wissen auch die Hersteller und betonen, dass ihre 8K-Fernseher aufgrund „intelligenter“ Upscaling-Techniken auch 4K-Material aufwerten.

Unserer Erfahrung nach hält sich der Nutzen in Grenzen – selbst 4K-Geräte mit 75 Zoll Bilddiagonale sollten für die nächsten Jahre bestens aufgestellt sein. Den 8K-Trend können sie also vorerst ignorieren. Auf der anderen Seite gibt es – abgesehen vom höheren Preis – aber auch keine Gründe, die gegen einen 8K-Fernseher sprächen.

Günstige LCD-Fernseher fordern Einschränkungen

Käufer, die einen günstigeren Fernseher suchen, können nur zu einem mit LCD-Technik greifen. In dieser Preisklasse ist oft der Schwarzwert schlechter, die Spitzenhelligkeit niedriger, der Farbraum kleiner, und die Blickwinkelstabilität lässt zu wünschen übrig. Wenn wir die Bildqualität mit „gut“ in der Bestenliste werten, sind Sie hier auf der sicheren Seite. Die Note „befriedigend“ weist auch noch auf ein akzeptables Gerät hin, wenn Sie es günstig erhalten.

Wer auf LCD-TVs mit IPS- statt VA-Panel setzt, erhält eine gute Blickwinkelstabilität, dafür fällt der Schwarzwert schlechter aus. Hier sollten Sie das eigene Nutzungsszenario bedenken und die dafür passende Technik wählen. Trotzdem bleibt festzuhalten, dass auch die guten günstigeren Fernsehgeräte fürs Blu-ray- und TV-Schauen vollkommen ausreichen. HDR-Qualität dürfen Sie hier aber nicht erwarten.

In der noch empfehlenswerten Einstiegsklasse sollten Sie mit rund 500 Euro für einen TV in der 40-Zoll-Größe rechnen, rund 600 Euro für ein Modell in der 55-Zoll-Fernseher-Klasse und 800 Euro für einen 65-Zoll-Fernseher. Nach oben sind den Preisen praktisch keine Grenzen gesetzt.

Das bringt HDMI 2.1: Bessere Qualität vor allem für Gamer

Neu ist die Schnittstelle HDMI 2.1, die HDMI 2.0b ablöst. Vor allem sollten diejenigen, die mit einer Playstation 5 oder Xbox Series X liebäugeln, in Zukunft auf diesen Anschluss achten. HDMI 2.1 erhöht die Bandbreite gegenüber HDMI 2.0b von 18 Gigabit pro Sekunde auf 48 Gbit/s. Die passenden Kabel tragen das Label „HDMI Ultra High Speed“. Mit der höheren Bandbreite einher geht eine Verbesserung, die vor allem Gamer und Nutzer von 8K-Fernsehern betrifft. Denn anders als HDMI 2.0, das bestenfalls 60 Bilder pro Sekunde (fps) in 4K-Auflösung weiterleitet, speist HDMI 2.1 ganze 120 fps in 4K-Auflösung respektive 60 fps in 8K-Auflösung ohne Farbreduktion in HDR-Qualität ein.

Darüber hinaus definiert HDMI 2.1 weitere gamingrelevante Features wie ALLM („auto low latency mode“, der TV schaltet automatisch in den Gaming-Modus) sowie VRR („variable refresh rate“, Synchronisation der Bildwiederholrate des TVs mit der der Grafikkarte). eARC verbessert die Audioübertragung an einen nachgeschalteten AV-Receiver (HD-Tonformate via audio return channel), und QMS („quick media switching“) erlaubt die Anpassung der Bildwiederholrate ohne kurzzeitiges Dunkelschalten des TVs. Diese Features sind unserer Meinung nach nützlich, aber da HDMI 2.1 abwärtskompatibel ist, werden HDMI-2.0-Fernseher nicht veralten und irgendwann aus Content-Quellen ausgeschlossen sein – diesbezüglich können Sie also unbesorgt sein.

Verwirrung entsteht leider dadurch, dass viele HDMI-2.1-Features zum einen optional sind und zum anderen teils auch mit einem HDMI-2.0-Port umgesetzt werden können. Falls es Ihnen also auf die 4K/120fps-Fähigkeit ankommt, sollten Sie die Herstellerbeschreibung genauestens lesen. HDMI-2.1-AALM bedeutet möglicherweise nur, dass der Hersteller das HDMI-2.1-Feature AALM unterstützt, nicht aber, dass der TV eine vollwertige HDMI-2.1-Buchse mit allem Drum und Dran hat. Und wenn ein Hersteller mit 4K-Auflösung bei 120 fps wirbt, dann nutzt er hierfür eventuell HDMI 2.0b außerhalb des standardisierten Rahmens und verzichtet in diesem Modus auf HDR und volle Farbauflösung.

Weitere sinnvolle Features: Doppel-Tuner, Videorekorder, Netzwerk

Falls Sie mit ihrem Fernseher unkompliziert Medien aus dem Internet wiedergeben möchten, sollten Sie auf Netzwerkfähigkeit in Form von WLAN oder einer LAN-Buchse achten. In unserer Bestenliste fehlt das nur den allergünstigsten Einstiegsmodellen. Damit einher geht in der Regel ein Smart-TV-System, das Apps für Netflix, Amazon Prime Video und YouTube bereitstellt. In der Detailansicht unserer Fernseher-Bestenliste sehen Sie, welche der wichtigen Apps vorhanden sind – außerdem führen wir hier die relevantesten Specs auf. Von dem verwendeten Smart-TV-System sollten Sie Ihre Kaufentscheidung mittlerweile nicht mehr abhängig machen. Android TV läuft in der jüngsten Version flott genug und sowohl Firefox, Tizen und WebOS unterstützen die gebräuchlichsten Funktionen – auch wenn Android-TV in Sachen Erweiterbarkeit noch immer die Nase vorn hat. Und sollten Sie mit einem OS ganz und gar unzufrieden sein, dann können Sie das Problem mit einem Smart-TV-Zuspieler – wie einem Fire TV, einem Chromecast oder einer Nvidia Shield – recht leicht lösen.

TV-Fans, die gerne Fernsehsendungen aufzeichnen, sollten ein Modell mit Doppel-Tuner und PVR-Funktion erwerben. PVR-steht für „personal video recorder“, darüber können Sie Sendungen auf USB-Speicher aufzeichnen. Ein Doppeltuner ermöglicht es Ihnen, zugleich eine andere Sendung anzuschauen. Ob Sie das Signal dabei terrestrisch (DVB-T2), via Satellit (DVB-S2) oder per Kabel (DVB-C) empfangen, macht keinen Unterschied – denn alle von uns getesteten TVs unterstützen alle relevanten Standards. Oft finden Sie an einem Fernseher auch eine USB-Buchse, um Videos von einer angeschlossenen Festplatte abzuspielen – falls Ihnen das wichtig ist, dann sollten Sie auch auf die Formatunterstützung des Geräts achten. Denn einige Fernseher können nicht mit DTS umgehen. Liegen Ihre Medien hingegen auf einem Netzwerk-Server, ist die Formatunterstützung des TVs in der Regel irrelevant, da Programme wie Plex die Decodierung der Daten übernehmen.

Viele – aber nicht alle – Fernseher unterstützen zudem Bluetooth-Kopfhörer oder ermöglichen alternativ den Anschluss eines kabelgebundenen Kopfhörers. Sehr selten sind hingegen die alten SCART- und Komponenten-Eingänge, über die sich alte Abspielgeräte und Spielkonsolen verbinden lassen. Ab der Oberklasse setzen die Hersteller nur noch auf HDMI – was in der Regel kein Problem ist. Ein zuweilen nettes Feature ist ein Lichtsensor. Dieser erlaubt eine automatische Helligkeitsanpassung gemäß der Umgebungslichtverhältnisse.

So testet CHIP Fernseher

In unserem komplexen TV-Messverfahren verwenden wir das Leuchtdichte- und Farbwert-Messgerät LMK98-3, um die Fernseher in unserem Testlabor zu überprüfen. Die wichtigste Wertung ist die der Bildqualität, die mit 60 Prozent in die Endnote einfließt. So erfassen wir die Maximalhelligkeit des Fernsehers, die Intensität eines 4 x 4 großen Schachbrettkontrasts (bestehend aus weißen und schwarzen Feldern), die maximal darstellbare Farbraumgröße und die sogenannte Gammakurve.

Letztere zeigt, wie exakt sich ein TV in der Darstellung des relativen Helligkeits-/Kontrastverlaufs an die Vorgaben der Gammawert-Referenzkurve 2.2 hält. Gibt es hier Abweichungen, dann kann es zu Detailverlust in zu dunklen oder zu hellen Bereichen kommen. Wir messen, wie genau sich die Weißdarstellung an die sogenannte D65-Referenz bei 6500 Kelvin Farbtemperatur hält und wie gleichmäßig die Ausleuchtung vollständig weißer und fast schwarzer Flächen ist. Zuweilen treten hier sichtbare Lichtwolken (Clouding) oder Streifen (Banding) auf, die wir abwerten. Zudem erfassen und werten wir, ab welchem Blickwinkel (horizontal und vertikal) die Kontraststärke halbiert ist. Das sagt aus, wie stabil ein Gerät die Bildqualität bei verschiedenen Blickwinkeln hält.

An die Messungen schließen sich subjektive Tests an, die unter anderem die Detaildarstellung in sehr dunklen Szenen, in hellen Spitzlichtern und Ähnlichem in den Blick nehmen – in HDR und SDR. Außerdem stufen wir die Bewegtbilddarstellung in verschiedenen Auflösungen bei Darstellung teils progressiven und teils im Zeilensprungverfahren (interlaced) gesendeten Bildmaterials ein.

Nach der Bildqualität messen wir der Ausstattung das zweithöchste Gewicht zu. Sie fließt mit 25 Prozent in das Gesamtergebnis ein. Wir werten hier die Anzahl der Ein- und Ausgänge wie HDMI, USB, Cinch, Klinke, Netzwerk sowie die vorhandenen Tuner. Die Formatunterstützung ist in dieser Kategorie ebenso relevant (zum Beispiel HEVC, HDR, DTS) wie Funktionsumfang und Bedienbarkeit des Smart-TV-Systems, wenn vorhanden. Die Qualität der Fernbedienung fließt in die Ausstattung ein sowie eine etwaige Sprachsteuerung. Zusatzpunkte gibt es für einen Lichtsensor sowie für Ambilight. Letzteres ist eine Philips-Technik: LED-Leisten, die sich auf der Rückseite des Fernsehers befinden, beleuchten die Wand hinter dem TV passend zur Farbgebung des Bildinhalts. Das ist unserer Meinung nach ein tolles Feature, das den Spaß am Film- und Fernsehschauen hebt.

Die Energieeffizienz fließt mit 10 Prozent in die Gesamtwertung ein. Bislang haben wir die Leistungsaufnahme im „Film“-Modus (oder einem vergleichbaren Profil) in einer Standard-Sequenz in SDR-Qualität gewertet – ohne die voreingestellte Helligkeit zu verändern. Allerdings strahlen Fernsehgeräte hier unterschiedlich hell. Ein Modell mag mit 200 cd/m² zu Werke gehen, ein anderes mit über 500 cd/m².

Da es dem Nutzer letztlich freisteht, die Helligkeit nach Belieben und Geschmack anzupassen, haben wir die Messung im Februar 2020 verändert. Ab sofort stellen wir alle neuen TV-Geräte für die SDR-Leistungsaufnahme-Messung so ein, dass sie ein 10 Prozent großes weißes Feld mit rund 200 cd/m² hell wiedergeben – damit ist die Effizienz zwischen den Geräten besser vergleichbar. Die Berechnungsformel berücksichtigt dabei die Bildfläche. Ein sehr großer TV kann unserer Meinung nach genauso effizient sein wie ein sehr kleiner, obwohl er mehr verbraucht. Zusätzlich haben wir eine HDR-Leistungsaufnahme-Messung eingeführt, die wir mit demselben Clip im HDR-Modus durchführen. Hierbei nehmen wir keine Änderungen an den Voreinstellungen vor. In der Regel schalten die TVs ihre Helligkeit hier auf Maximum.

Tonqualität, die wir mit 5 Prozent gewichten, ist eine rein subjektive Note. Wir differenzieren hier zwischen der Wiedergabe von Männer- und Frauenstimmen und notieren, wie laut und voll der TV klingt und ob Tonartefakte wie Klirren und Scheppern auftreten. Letztlich bleibt aber festzuhalten, dass auch eine günstige Soundbar besser klingt als viele Fernseher. Halbwegs mithalten können nur TVs mit integrierter Soundbar. Noch besser gefiel uns im Test Sonys Acoustic-Surface-Audio-Technik: Hierbei kommt der Ton direkt aus dem Display, da die entsprechenden Treiber hinter dem Screen liegen. Das ist optisch dezent und klingt klasse. Wer aber sein Heimkino-Erlebnis nicht nur visuell, sondern auch akustisch genießen möchte, kommt um den Kauf einer ordentlichen Soundbar oder Surround-Anlage nicht herum.

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